Oldenburger Rundschau https://www.oldenburger-rundschau.de Thu, 24 May 2018 17:03:05 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=4.7.10 https://www.oldenburger-rundschau.de/wp-content/uploads/2016/04/cropped-OlRu-32x32.png Oldenburger Rundschau https://www.oldenburger-rundschau.de 32 32 »Versuch über die Befreiung« https://www.oldenburger-rundschau.de/2018/05/24/versuch-ueber-die-befreiung/ https://www.oldenburger-rundschau.de/2018/05/24/versuch-ueber-die-befreiung/#respond Thu, 24 May 2018 17:03:05 +0000 https://www.oldenburger-rundschau.de/?p=3372 [...]]]> Passend zu den aktuellen Ereignissen und anlässlich »40 Jahre Alhambra«  lädt das Linke Forum Oldenburg für den 09.06. ab 15.45 Uhr ins selbige ein, um über den Text von Herbert Marcuse »Versuch über die Befreiung« neu zu diskutieren. In dem 1968 veröffentlichten Text beschreibt Marcuse den von Jugendlichen, Student*innen, Ghettobewohner*innen u.a. getragenen Protest in den Ländern des Nordens gegen gesellschaftliche Zustände, die zu Lasten insbesondere vieler Menschen der Länder des Südens gehen. Dieser Protest hat sich bis heute fortgesetzt, u.a. auch durch die Unterstützung durch eigene Orte, in denen widerspenstige Kultur, demokratische Selbstorganisation und politische Aktionen entwickelt und geübt werden können. »Das Wagnis provokativer Aktionen gegen die Gefahr einer ökologischen Katastrophe, die Ursachen der weltweit wachsenden Zahl von Flüchtlingen und scheiternden Staaten, die zunehmende Schere zwischen Arm und Reich zieht dagegen schonungslose Sanktionen nach sich« – so das Linke Forum in seinem Einladungstext.

Am Samstag soll es nach einer kurzen Einführung die Möglichkeit geben, wahlweise entweder am Text selbst, mit Thomas Seibert über seinen Vortrag »Von Marcuse bis Deleuze/Guattari: Die freiwillige Knechtschaft und der Geist von ´68« oder mit Raina Zimmering über »autonome alternative Räume bei Marcuse und heute« zu diskutieren. Nach einem Abendessen findet ab 20.00 Uhr eine Podiumsdiskussion zum Thema »Marcuse und die Perspektiven linker Politik« statt. Auf dem Podium sitzen neben Prof. Raina Zimmering noch eine Vertreter_in des Linken Forums, Peter Maiwald von den Grünen, Holger Onken von der Linken und mit Florian ein Aktivist aus Berlin. Im Anschluss an die viele Theorie wird ab 22.00 Uhr die offene Alhambra-Kneipe mit Musik und bunten Getränken für einen hoffentlich gelungenen Abschluss sorgen.

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Hausdurchsuchung im Alhambra – mit »läppischer« Begründung https://www.oldenburger-rundschau.de/2018/05/24/hausdurchsuchung-im-alhambra-mit-laeppischer-begruendung/ https://www.oldenburger-rundschau.de/2018/05/24/hausdurchsuchung-im-alhambra-mit-laeppischer-begruendung/#comments Wed, 23 May 2018 22:12:18 +0000 https://www.oldenburger-rundschau.de/?p=3359 [...]]]> Auf der Suche nach der sprichwörtlichen Nadel im Heuhaufen – so müssen sich einige Polizist*innen gestern Vormittag gefühlt haben, als sie, wie üblich einem Befehl folgend, stundenlang die Räume des »Aktions- und Kommunikationszentrum« namens »Alhambra« durchsuchten. Ihr Auftrag von der Oldenburger Staatsanwaltschaft war das Ausfindigmachen von PKK-Fahnen und ähnlichen Transparenten. Solche sollen auf der Demo am 1. Mai »gezeigt, später dann auch am Alhambra entrollt und aufgehängt worden« sein, weiß die nwz.

Eine »an die YPG angelehnte, selbstgenähte Flagge« wurde nach stundenlanger Suche denn auch tatsächlich gefunden, wie am Abend einer Pressemitteilung aus dem Alhambra-Umfeld zu entnehmen war.

Ob dieser Fund eines zusammengenähten, bunten Stoffes schließlich eine solch groß angelegte Durchsuchungsaktion rechtfertigen kann, sollte zumindest bezweifelt werden. In diesem Fall wird wohl noch von Gerichten zu beurteilen sein, ob die Aktion überhaupt rechtmäßig war und, ob das gefundene Transparent überhaupt illegalen Charakter haben kann. Die unklare Rechtslage zu diesem Thema scheinen die niedersächsischen Behörden derzeit austesten zu wollen.

Wie Augenzeugen uns berichteten, habe es keine Anzeigen oder Festnahmen gegeben und auch die Infrastruktur des Alhambras blieb offenbar weitgehend unbeschädigt.

In der Alhambra-Stellungnahme werden solche Durchsuchungen, wie sie seit dem türkischen Einmarsch in Afrin in Niedersachsen nun zum wiederholten Male stattfanden, als »Versuche des deutschen Staats, kurdische Solidarität zu brechen« und als »Unterstützung Erdogans in dessen Wahlkampf« erklärt.

 

Spontandemo am Mittwoch

 

Solidarität und Protest gegen die Hausdurchsuchung

Bereits kurz nach Beginn der Hausdurchsuchung hatten sich am Mittwoch viele solidarische Menschen vor dem Alhambra versammelt, um gegen diese Polizeiaktion zu protestieren. Am Mittwochabend fand eine spontane, wütende Demo statt, bei der ca. 40 Menschen gegen die Durchsuchung, gegen Repression und gegen das Verbot von kurdischen Symbolen durch die Innenstadt zogen.

Für den morgigen Donnerstag, um 17.30 Uhr, wird zu einer größeren Kundgebung bzw. Demo aufgerufen. Der Treffpunkt ist am Lefferseck (Lange Straße, Innenstadt).

 

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Die Oldenburger Polzeieinheit BFE fährt zur »Kulturellen Landpartie« https://www.oldenburger-rundschau.de/2018/05/21/die-oldenburger-polzeieinheit-bfe-faehrt-zur-kulturellen-landpartie/ https://www.oldenburger-rundschau.de/2018/05/21/die-oldenburger-polzeieinheit-bfe-faehrt-zur-kulturellen-landpartie/#comments Mon, 21 May 2018 18:28:41 +0000 https://www.oldenburger-rundschau.de/?p=3346 [...]]]> Jedes Jahr findet zwischen Himmelfahrt und Pfingsten im Wendland die »Kulturelle Landpartie« statt, das größte selbstorganisierte Kulturfestival Norddeutschlands. Für viele, die das Wendland durch den Widerstand gegen die Atomanlagen kennengelernt haben, eine schöne Gelegenheit, alte Freund*innen wieder zu treffen. In diesem Jahr hat sich eine Oldenburger Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit (BFE) ebenfalls aufgemacht, konnte allerdings mit den Kulturbeiträgen wohl eher wenig anfangen. Am Freitag, 18. Mai hatten sich 80 Sänger*innen in Hitzacker auf einem Autowendeplatz vor dem Haus eines Staatsschutzbeamten eingefunden, um eine musikalische Kundgebung gegen Spionage und Repression abzuhalten. Ziel der Kundgebung war es, auf die Situation der massiven, jahrelangen Durchleuchtung der widerständigen Strukturen des Landkreises im Wendland aufmerksam zu machen. Der Kundgebungsort wurde gewählt, um auf einen Polizeibeamten hinzuweisen, der sich seit Jahren ganz besonders engagiert zeigt in der Verfolgung der radikalen linken Szene.

Nach Beendigung der musikalischen Kundgebung wurden die Teilnehmer*innen auf dem Rückweg ohne weitere Vorwarnung von der mittlerweile angetretenen (vermummten) Oldenburger Hundertschaft überfallen, zu Boden geschlagen und über fünf Stunden eingekesselt. Erst nach erkennungsdienstlicher Behandlung wurden die Gefangenen frei gelassen. In den nächsten Tagen konnten wir in den Zeitungen eine Darstellung der Ereignisse lesen, die von den tatsächlichen Vorgängen recht weit entfernt ist. Fast alle Nachrichtenportale übernahmen die Pressemitteilung der Polizei Lüneburg, ohne weiter nach zu recherchieren. Mittlerweile gibt es auch Pressemitteilungen der Betroffenen und von Unterstützer*innen, die ein anderes Bild von den Vorgängen aufzeigen. In den nächsten Tagen soll auch noch ein Video veröffentlicht werden, das den eigentlichen Charakter der Kundgebung unmissverständlich deutlich macht. Wir bleiben dran!

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Die Geldgeber des Alhambra’s https://www.oldenburger-rundschau.de/2018/05/17/die-geldgeber-des-alhambras/ https://www.oldenburger-rundschau.de/2018/05/17/die-geldgeber-des-alhambras/#comments Thu, 17 May 2018 14:14:00 +0000 https://www.oldenburger-rundschau.de/?p=3340 [...]]]> Bekanntlich zog die rechtsradikale AfD nach der Landtagswahl am 15. Oktober 2017 mit 6,2 % und damit 9 Sitzen in den niedersächsischen Landtag ein. Einer dieser Plätze ging an den Ammerländer Jens Ahrends, einen der Sprecher des AfD Kreisverbandes Stadt Oldenburg-Ammerland. Ausgerüstet mit der parlamentarischen Macht eines Landtagsabgeordneten schickte sich Jens Ahrends an, nun endlich die staatliche Finanzierung von „›alternativen Zentren‹ wie z. B. dem Alhambra in Oldenburg (…), in denen sich Linksextreme versammeln und Aktionen gegen demokratische Parteien wie z. B. die AfD planen“ trocken zu legen.

Als ersten Schritt forderte der politische Stratege am 20.03.2018 von der Landesregierung im Rahmen einer „Kleinen Anfrage“ u.a. Auskunft auf folgende brisante Fragen: „Erhält das Alhambra in Oldenburg Fördermittel vom Land Niedersachsen? Falls ja, in welcher Höhe pro Jahr für die Jahre 2016, 2017 und 2018?“. Die Antwort von Boris Pistorius in seiner Funktion als niedersächsischen Innenminister vom 27.04.2018 dürfte den AfD´ler Ahrends in seinen Grundfesten erschüttert haben. Kurz und knapp hieß es in der Antwort: „Das Alhambra in Oldenburg erhält keine Fördermittel vom Land Niedersachsen“.

Dies hatte Ahrends sich wohl komplett anders ausgemalt, so dass der sonst so redselige Abgeordnete im Folgenden auch lieber über seine parlamentarische Initiative schwieg. Hätte er doch auf seine parteiinternen und assoziierten Kameraden und Kameradinnen gehört, die schon lange wissen, wer das Oldenburger Alhambra tatsächlich finanziert. Die wahren Geldgeber sind natürlich: a) die Freimaurer, b) die Demokratische Volksrepublik Nordkorea, c) der Russe, d) kolumbianische Drogenkartelle, e) der Mossad, f) Alfred Jodocus Kwak, …

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Ein Jahr nach Ahmet Agirs Tod in der Forensik: Demo und Mahnwache in Bremen https://www.oldenburger-rundschau.de/2018/05/10/demo-und-mahnwache-in-bremen-ein-jahr-nach-ahmets-tod-in-der-forensik/ https://www.oldenburger-rundschau.de/2018/05/10/demo-und-mahnwache-in-bremen-ein-jahr-nach-ahmets-tod-in-der-forensik/#respond Thu, 10 May 2018 20:51:19 +0000 https://www.oldenburger-rundschau.de/?p=3330 [...]]]> An diesem Sonntag jährt sich des Tod Achmet Agirs, der am 13. Mai 2017 in einer Isolationszelle der Forensik in Bremen-Ost ums Leben gekommen ist. Aus diesem traurigen Anlass wird am Sonntag um 14 Uhr eine »Demonstration und Mahnwache« vor dem Haupteingang des Klinikums Bremen-Ost (in der Züricher Straße 40) stattfinden.

Im Folgenden dokumentieren wir den Demo-Aufruf:

» (…) Er (Ahmet, O.R.) wurde Opfer einer unverhältnismäßigen Gewaltanwendung des Personals und verstarb drei Tage später. Auslöser war ein Disput mit dem Personal. Es kam zu einer Diskussion. Ahmet wandte sich ab, um in den Raucherraum zu gehen. Obwohl er sich deeskalierend verhielt, wurde der Hausalarm ausgelöst, um ihn abzusondern (Absonderung im Beobachtungszimmer: Isolierung in einem speziellen »Sicherungsraum“, in dem jederzeit das Personal reinschauen kann, meist mit ab geklebten Fenstern, ohne private Gegenstände, ohne Wechselkleidung, Hygieneartikel, häufig ohne Hofgang, Gelegenheit zum Rauchen und weiteren Beschneidungen des Selbst).

Absonderungen als Disziplinarmaßnahmen sind verboten, sie sind nur in akuten Selbst- bzw. Fremdgefährdungssituationen zulässig. Dass, innerhalb der Forensik in Bremen-Ost nach »belieben« abgesondert wird, kommt alltäglich vor. Hierfür gibt es zahlreiche Dokumentationen von Inhaftierten. Ihre Hilfeschreie werden jedoch nicht erhört. Beschwerden, die Inhaftierte an das Gericht, an die Staatsanwaltschaft und an die vom Senat gesteuerte Besuchskommission richten, blieben in der Vergangenheit häufig entweder unbeantwortet oder wurden zurückgewiesen. Auch wurden Inhaftierte innerhalb der Klinik schikaniert und unter Druck gesetzt, nachdem sie sich beschwerten.

2017 gab es einen öffentlichen Aufschrei, wie katastrophal die Bedingungen im Klinikum Bremen-Ost sind. Massige Fixierungen, Zwangsbehandlungen, fehlende Therapien, inkompetenter Umgang mit den Patient/innen, fehlendes Personal, unzureichende Qualifizierungen in deeskalierendem Umgang usw. .

Die Forensik wurde aus diesem Fokus erfolgreich heraus gehalten. Dabei ist dieser hochgesicherte Bereich, der seine Arbeit damit legitimiert, vermeintlich »kranke« und »gefährliche« Menschen zu »behandeln« und zu »resozialisieren«, besonders geprägt von Gewalt, Zwang, Machtmissbrauch, Verabreichung von hochdosierten schädigenden Psychopharmaka, willkürlichen Absonderungen im Beobachtungsraum etc. .

Den Institutionen und Staatsorgane, die die »Gesundheit“ verwalten, blind zu vertrauen ist gefährlich. Über 10.000 Menschen werden bundesweit (häufig langfristig und ohne Verhältnismäßigkeiten) unter Zusammenspiel von Gerichten und Kliniken forensisch weggesperrt. Gutachter/innen liefern mit konstruierten pathologisch-defizitären Lebensläufen die Grundlage dafür.

Es ist nicht hinnehmbar, wie Profit unter dem Vorwand von »Hilfe« und »Fürsorge« gemacht wird und Menschen dabei gebrochen werden.

Ein Jahr ist seit Ahmets Tod vergangen. Eine Aufarbeitung und Konsequenzen unterblieben bis dato. Das beteiligte Personal wurde weder beurlaubt noch suspendiert. Auch wird weiterhin ungerechtfertigt und brutal gegen Inhaftierte vorgegangen, als »Resozialisierung« und »Therapie« deklariert. Von Polizei, Staatsanwaltschaft, Forensik-Referat des Senats, Besuchskommission und Gesundheitssenatorin (die gleichsam auch Aufsichtsratsvorsitzende der GENO-Nord ist) wird gemeinschaftlich geschwiegen.

Die Familie wurde nicht einmal von Polizei und Klinik, erst über Ahmets Koma, dann über seinen Tod informiert, sie mussten es von der Presse erfahren.

Dass, bis heute nicht einmal Zeugenaussagen von Mit-Inhaftierten aufgenommen wurden, mahnt, dass kein Interesse für eine gerechte Aufarbeitung vorhanden ist.

Ahmet wurde Opfer von rechtsstaatlich abgesicherter Gewalt und bezahlte mit seinem Leben. Wir möchten mit dieser Demonstration das kollektive Schweigen aufbrechen und fordern, dass für Ahmets Tod Verantwortung übernommen wird. Wir sind solidarisch mit den Inhaftierten, die weiterhin unter diesen Bedingungen zwangsuntergebracht werden.

Es kann Jede/n treffen. Seid solidarisch, kommt vorbei, leitet diesen Aufruf weiter. Unterstützt die Familie. Speziell die Mutter. Unter diesen Umständen das eigene Kind zu verlieren, kann mit Worten nicht beschrieben werden.

!!! Kein Vergeben – kein Vergessen !!!

Familie und Freunde

weitere Informationen: demofuergerechtigkeit@yahoo.com«

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Die Moorsoldaten – Gedenkveranstaltung in Esterwegen https://www.oldenburger-rundschau.de/2018/05/09/die-moorsoldaten-gedenkveranstaltung-in-esterwegen/ https://www.oldenburger-rundschau.de/2018/05/09/die-moorsoldaten-gedenkveranstaltung-in-esterwegen/#respond Wed, 09 May 2018 16:59:26 +0000 https://www.oldenburger-rundschau.de/?p=3327 [...]]]> Auf der Begräbnisstätte Esterwegen findet am kommenden Samstag, den 12. Mai um 15 Uhr die jährliche Gedenkveranstaltung der Deutsch-niederländischen Initiative 8. Mai zum Jahrestag der Befreiung und des Kriegsendes statt. Die Initiative sieht es als Aufgabe an, sich aktiv gegen Faschismus, Antisemitismus, Rassismus und Krieg zu stellen. Teil dessen ist es, sich an das Vergangene zu erinnern und nach Kontinuitäten in der Gegenwart zu fragen. Auf der Begräbnisstätte sind zahlreiche Opfer des Nationalsozialismus, die in den Lagern Börgermoor, Esterwegen und Neusustrum umgekommen sind, bestattet. Bei der Gedenkfeier haben viele Jahre immer wieder ehemalige Lagerinsassen, die sogenannten »Moorsoldaten« gesprochen. In diesem Jahr sind als Redner_innen eingeladen: Cornelia Kerth (Vorsitzende der VVN/BdA), Hein van Kasbergen (Secretariats Anti-Fascistisch Verzet Nederland), Ewout van der Hoog (Comité van Waakzaamheid)  sowie Martina Bötig, die Enkelin des Moorsoldaten Albert Müller.
Aus Oldenburg fährt auch in diesem Jahr wieder ein Bus zu Gedenkfeier, der vorher die Gedenkstätte Esterwegen besucht. Dort wird es für alle Interessierten eine Einführung in die Gedenkstätte und die neue Sonderausstellung geben. Los geht es um 09.30 Uhr mit einem Bus ab dem Alhambra, Hermannstr. 83 in Oldenburg bzw. um 10.00 Uhr an der Uni/Uhlhornsweg. Tickets (3€) für Bus und Gedenkstättenführung gibt es noch beim AStA der Uni Oldenburg sowie donnerstags im Infoladen im Alhambra (geöffnet 18.00 bis 21.00 Uhr). Mehr zu der jährlichen Gedenkveranstaltung findet ihr unter http://initiative8mai.de/de/

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Eindrücke von der autonomen 1.Mai-Demonstration in Oldenburg https://www.oldenburger-rundschau.de/2018/05/05/eindruecke-von-der-autonomen-1-mai-demonstration-in-oldenburg/ https://www.oldenburger-rundschau.de/2018/05/05/eindruecke-von-der-autonomen-1-mai-demonstration-in-oldenburg/#respond Sat, 05 May 2018 11:31:32 +0000 https://www.oldenburger-rundschau.de/?p=3305 [...]]]> Trotz Schietwetters haben sich am 1. Mai in Oldenburg zeitweise ca. 400 Menschen versammelt, ihren Protest gegen die herrschenden Lebensverhältnisse auf die Straße zu tragen. Am Auftaktkundgebungsort vor der ALSO wurde zunächst der Aufruf zur autonomen Demo verlesen. Anschließend ging es um die Innenstadt zum Rathausmarkt und zuletzt ins Alhambra zum alljährlichen Straßenfest. Da das Wetter sich auch noch ordentlich verbesserte, konnten die Kinder und Junggebliebene noch auf die Hüpfburg springen und Kutlu Yurtseven von der Microphone Mafia gab ein kleines Konzert auf dem Roten Platz. Mit den folgenden Bildern geben wir Euch noch einen kleinen Einblick in den Tag.

Demo in der nähe des ALSO-Zentrums
Demo am JuMo
Amalienbrücke

 

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Dt. – niederländische Fluchtwege 1933 – 1945 https://www.oldenburger-rundschau.de/2018/05/04/dt-niederlaendische-fluchtwege-1933-1945/ https://www.oldenburger-rundschau.de/2018/05/04/dt-niederlaendische-fluchtwege-1933-1945/#respond Fri, 04 May 2018 15:50:33 +0000 https://www.oldenburger-rundschau.de/?p=3289 [...]]]> Auf Initiative des ehemaligen stellvertretenden Bürgermeisters (wethouder) der Gemeinde Reiderland, Hans Heres, wurde im Oktober 2016 eine Gedenktafel über die Fluchtwege deutscher Antifaschist_innen in die Niederlande an der Schleuse von Nieuwe Statenzijl enthüllt. Dieser Moment war auch der Startschuss für die Gründung der „Initiative Fluchtwege 1933 – 1945“. Antifaschist_innen aus den beiden Grenzregionen setzten sich zusammen, um die Aufstellung weiterer Gedenktafeln an der Grenze zu planen. Die Fluchtwege politisch Verfolgter aus dem faschistischem Deutschland in die Niederlande sollen dokumentiert sowie die Unterstützung der Helfer_innen gewürdigt werden. Und nun ist es soweit – am Samstag, den 5. Mai 2018 sollen drei weitere Gedenktafeln an der Grenze bei Bad Nieuweschans, in Kanalpolder und am Fähranleger in Petkum enthüllt werden. Eine weitere Tafel an der Straße von Wymeer nach Bellingwolde ist noch in Planung.

Standorte der Informationstafeln (Karte: © OpenStreetMap contributors)

Die Initiative lädt dazu ein, sich an der Fahrradtour zur Eröffnung der Gedenktafeln zu beteiligen. Die erste Tafel wird um 11.00 Uhr in Bad Nieuweschans enthüllt. Die folgende Fahrradtour zur Enthüllung der weiteren Tafeln dauert dann bis ca. 16.30 Uhr.

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Der autonome 1. Mai 2018 in Oldenburg https://www.oldenburger-rundschau.de/2018/04/18/der-autonome-1-mai-2018-in-oldenburg/ https://www.oldenburger-rundschau.de/2018/04/18/der-autonome-1-mai-2018-in-oldenburg/#respond Wed, 18 Apr 2018 06:59:59 +0000 https://www.oldenburger-rundschau.de/?p=3298 [...]]]> Auch in diesem Jahr wird es wieder eine autonome 1. Mai Demonstration in Oldenburg geben.

Unter dem Motto »Utopien – leben, erkämpfen, verteidigen« startet die Demonstration dieses Jahr um 13 Uhr an der Kreuzung Donnerschweer Straße – Milchstraße.

Ab 15:30 Uhr findet dann am und im Alhambra, Hermannstraß3 83 ein großes Straßenfest mit Mitbringbuffet, Hüpfburg und Infoladen statt.

Den Aufruf inklusive einer Kartenübersicht findet ihr hier: KLICK

Wie üblich wird es auf dem Rathausmarkt die Mai-Kundgebung und das Familienfest des DGBs geben.

Für alle, die wissen wollen, wie sich der autonome 1. Mai entwickelt hat, sei hierbei nochmal auf einen etwas verstaubten, aber interessanten Artikel verwiesen:

Die Geschichte des 1. Mai in Oldenburg

 

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Bericht aus Rojava: Zur Situation in Afrin und der türkischen Aggression https://www.oldenburger-rundschau.de/2018/04/17/bericht-aus-rojava-zur-situation-in-afrin-und-der-tuerkischen-aggression/ https://www.oldenburger-rundschau.de/2018/04/17/bericht-aus-rojava-zur-situation-in-afrin-und-der-tuerkischen-aggression/#respond Tue, 17 Apr 2018 06:32:23 +0000 https://www.oldenburger-rundschau.de/?p=3294 [...]]]>
Vortragsveranstaltung mit dem Kommunikationswissenschaftler Kerem Schamberger
am 27.April 2018 um 18.00 Uhr im Havanna, Pferdemarkt
Am 20. Januar 2018 begann das türkische Militär offiziell mit dem völkerrechtwidrigen Angriffskrieg gegen den nordsyrischen Kanton Afrin, eine Region, die bisher vom Krieg verschont geblieben war. Hunderttausende Menschen hatten dort Zuflucht gefunden.
Der türkische Präsident Erdogan spricht davon, dass dieser Angriff ausschließlich dem Kampf gegen den Terrorismus dienen soll, weshalb dieser Krieg auch „Operation Olivenzweig“ genannt wurde. Der Olivenzweig soll ein Symbol des Friedens darstellen. Doch das ist reiner Zynismus. Zum einen führt die Türkei diesen Angriffskrieg mit Hilfe von islamistischen Kämpfern, die teils direkt dem Islamischen Staat und anderen islamistischen Terrorbanden anhängen. Zum anderen ist die eigentliche Absicht des Erdogan-Regimes, gegen alle Kurdinnen und Kurden und insbesondere gegen die von ihnen geschaffene freiheitliche Gesellschaft vorzugehen.
Mit dem Demokratischen Konföderalismus ist es den Kurdinnen und Kurden gelungen, eine Gesellschaftsform zu erschaffen, in der Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau herrscht, Entscheidungen gemeinsam getroffen werden und niemand aufgrund seiner religiösen Zugehörigkeit unterdrückt wird. Diese progressiven Vorstellungen stehen jedoch im völligen Gegensatz zu Erdogans Aufbau einer Diktatur in der Türkei. Seit der Beendigung des Friedensprozesses zwischen der Türkei und kurdischer Freiheitsbewegung im Sommer 2015 rollt eine Welle der Repression und Unterdrückung über alle, die sich den diktatorischen Ansprüchen Erdogans verweigern. Dabei wurden mehrere zehntausend Menschen verhaftet und ohne Gerichtsverfahren weggesperrt.
Eine Veranstaltung des Oldenburger Friedensbündnisses in Kooperation mit der Attac-Regionalgruppe Oldenburg, dem Kreisverband Oldenburg der GEW, der Regionalgruppe des Demokratischen Gesellschaftszentrums der KurdInnen in Deutschland (NAV-DEM), dem Förderverein internationales Fluchtmuseum e.V. und des Vereins marxistische linke e.V.
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