Oldenburger Rundschau https://www.oldenburger-rundschau.de Tue, 20 Nov 2018 04:26:32 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=4.9.8 https://www.oldenburger-rundschau.de/wp-content/uploads/2016/04/cropped-OlRu-32x32.png Oldenburger Rundschau https://www.oldenburger-rundschau.de 32 32 Filmpremiere am Freitag im KinOLaden: »Begegnungen mit Klaus Dede« https://www.oldenburger-rundschau.de/2018/11/20/filmpremiere-am-freitag-im-kinoladen-begegnungen-mit-klaus-dede/ Tue, 20 Nov 2018 04:26:32 +0000 https://www.oldenburger-rundschau.de/?p=3750 [...]]]> Frei nach dem Motto »Nichts ist vergessen, niemand ist vergessen« widmet sich der Film »Begegnungen mit Klaus Dede« von Farschid Ali Zahedi dem, in diesem Jahr verstorbenen, Oldenburger Schriftsteller.

Samstag, dem 24.11. um 19.30 Uhr hat er im KinOLaden in der Wallstraße 24 Premiere.

Der Titel nimmt dabei Bezug auf den frühen Leitspruch der, zu Beginn der 1980er Jahre von Klaus Dede initiierten und sich seitdem jährlich am 10. November wiederholenden, Erinnerungsgänge. In mehreren Begegnungen bis kurz vor seinem Tod hatte Dede dem Filmemacher Farschid Ali Zahedi Einblicke in seine Lebenswelt sowie in verschiedene Episoden seines Lebens gewährt. Der Film lässt diesen kritischen Geist zu Wort kommen, der sich von der Oldenburger Öffentlichkeit lange Zeit »geächtet und boykottiert« fühlte.

Der Eintritt kostet 8 Euro, ermäßigt 5 Euro.

 

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»Kein Schlussstrich!« – NSU-Prozess-Beobachter spricht über das Urteil https://www.oldenburger-rundschau.de/2018/11/17/kein-schlussstrich-nsu-prozess-beobachter-spricht-ueber-das-urteil/ Sat, 17 Nov 2018 16:51:11 +0000 https://www.oldenburger-rundschau.de/?p=3744 [...]]]> »Kein Schlussstrich!« forderten zahlreiche Demonstrant_innen nach Verkündung des NSU-Urteils, denn zu viele Fragen sind unbeantwortet geblieben. Es wurden während des Prozesses weder der institutionelle Rassismus, die Verstrickung des Verfassungsschutzes noch Fragen nach einem Nazi-Netzwerk in Deutschland geklärt. Stattdessen wird der Prozess offiziell als »erfolgreich aufgeklärt« abgelegt.

Zwar wurde Beate Zschäpe zu lebenslanger Haft verurteilt, jedoch lag das Strafmaß für die beiden bekennenden Neonazis Ralf Wohlleben und André Eminger weit unter der geforderten Freiheitsstrafe der Bundesanwaltschaft. Ein deutliches Signal für die extreme Rechte in Deutschland, der es zunehmend gelingt, »salonfähig« zu werden und die sich durch das Urteil in ihrem Handeln bekräftigt fühlt.

NSU-Prozess-Beobachter kommt nach Oldenburg

Im November kommt nun der Prozessbeobachter und Korrespondent  Friedrich Burschel, Mitarbeiter von NSU-Watch (nsu-watch.info) und des nicht-kommerziellen Lokalsenders »Radio Lotte Weimar«, nach Oldenburg. In seinem Vortrag spricht er über ein Urteil, das kein Schlussstrich, sondern nur ein Zwischenstopp sein könne. »Der Tag der Urteilsverkündung am 11. Juli 2018 war der Tiefpunkt der 438 Prozesstage und ein erneuter Tiefschlag für die vom NSU-Terror Betroffenen«, so Burschel. Auch zu Behördenverstrickungen, zum gesellschaftlichen Rassismus und zur rechtsterroristischen Gefahr hat Burschel eine klare Meinung.

Die Veranstaltung findet am Mittwoch, den 21.11.18, um 18.30 Uhr statt. In der IBIS-Halle, Klävemannstraße 14, berichtet er aus nächster Nähe über den NSU-Prozess, das Urteil und  die Untersuchungsausschüsse.

 

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„Wir werden hier ganz schnell andere Verhältnisse schaffen“ https://www.oldenburger-rundschau.de/2018/11/17/wir-werden-hier-ganz-schnell-andere-verhaeltnisse-schaffen/ Sat, 17 Nov 2018 15:17:30 +0000 https://www.oldenburger-rundschau.de/?p=3741 [...]]]> , verkündete Frank Magnitz auf dem Podium der AFD in der Bremer Bürgerschaft am 25.10.2018. Wie diese Verhältnisse aussehen, konnten vier Aktivist*innen bei einer Theateraktion während der Proteste gegen den Niedersächsischen AfD-Parteitag am 28.10.2018 in Oldenburg erleben. Bei dem Versuch, eine Performance durchzuführen, wurden zwei Personen durch das äußerst brutale Vorgehen von Mitgliedern der AfD erheblich verletzt.

Hier die diesbezügliche Presseerklärung der beteiligten antirassistischen Aktivist*innen:

»Der Vorfall ereignete sich abseits von Polizei und Presse im Treppenhaus zum Aufgang des Parteitags. Nachdem die Antifaschist*innen ausschließlich durch geöffnete Türen (mit)gegangen waren und auf dem Parteitag eine Performance gegen die rassistische Politik der AfD zeigen wollten, stürzten sich ein Mann der parteieigenen Security sowie zwei AfD-Mitglieder auf die vier Aktivist*innen. Neben drei gezielten Faustschlägen auf den Kopf von Nikolas M. erlitt Luise S. eine schwere Knieverletzung. Die Betroffenen wandten sich erst jetzt an die Presse, da die Behandlung der schweren Verletzungen Vorrang hatte. Gegen die AfD-Mitglieder wurde Strafanzeige wegen Körperverletzung durch den Bremer Anwalt Martin Stucke erstattet.

Die Aktivistin Merit K. zu dem Vorfall: „Die AfD hat eindrucksvoll bewiesen, wie sie mit politischem Gegenwind umgeht, um ‚ganz schnell andere Verhältnisse (zu) schaffen‘, wie es Frank Magnitz auf dem Podium der AfD in der Bremer Bürgerschaft Ende Oktober formulierte. Abseits von Presse und Öffentlichkeit schlagen Parteimitglieder skrupellos auf Menschen ein, die die menschenverachtenden Positionen der AfD nicht hinnehmen. Hier hat sich einmal mehr gezeigt, dass die AfD nicht die demokratische Partei ist, für die sie sich ausgibt“.

Die vielen Menschen, die am Samstagmorgen versucht hatten, den Zugang zum Parteitag der AfD gewaltfrei zu blockieren, bekamen den Hass der AfDler*innen genauso zu spüren: Kommentare an die Polizei wie „Räumt den Dreck da weg“ oder die Beschimpfung der Blockierer*innen als „Ekelhaftes Sozialistenpack“ waren dabei die Regel.

„Mit Sorge habe ich gesehen, wie AfD-Mitglieder das Wochenende dazu genutzt haben, vom Parteitag aus die Proteste zu fotografieren. Ich wüsste gerne, was zum Schutz der abgelichteten Demonstrant*innen unternommen wurde und wird, “ so Gerd S., der das „antirassistische Kleinkunstkonzert mit theaterpädagogischen Elementen“ angemeldet hatte, in dessen Rahmen die Kunstaktion stattfand.

Luise S. zum politischen Einfluss der AfD: „Nach dem Einzug in den hessischen Landtag ist die AfD jetzt in allen Landesparlamenten vertreten. Es ist unerträglich, dass diese Partei, die für eine rassistische und menschenverachtende Politik steht, tagtäglich die politischen Geschehnisse in der Bundesrepublik Deutschland mitbestimmt. Dabei wirkt sie in alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens: durch ihre systematische Hetze bereitet sie den Boden für Gewalt gegen Geflüchtete, Schwule, Lesben, Transgender….für Gewalt gegen alle Menschen, die nicht in ihr völkisches Weltbild passen oder die anders denken. Egal ob es um die Absage des Konzertes von „Feine Sahne Fischfilet“ in Dessau oder das Mitspracherecht zur Auswahl von Anträgen der „Landeszentrale für politische Bildung“ geht: die AfD bestimmt schon heute mit. Damit es nicht morgen heißt: „Die AfD bestimmt“ gilt es jetzt, sich ihr mit aller Entschlossenheit entgegen zu stellen.

Die Aktivist*innen haben aus einem Bericht der taz vom 07.11.2018 erfahren (Ordnung im Sinn der AfD, Andrea Maestro, https://www.taz.de/!5545198/), dass die AfD über ihren Pressesprecher Benjamin Günther in einer Stellungnahme behauptet: „Ihr Angriff erfolgte hinterlistig und gemeinschaftlich, die Ordner wurden mit erheblicher Gewalteinwirkung regelrecht von hinten angesprungen, gewürgt und getreten“. Die vier Aktivist*innen bestreiten diese Darstellungsweise entschieden und weisen deutliche darauf hin, dass sie wiederholt laut gerufen haben: „Dies ist eine gewaltfreie Kunstaktion, Theater im öffentlichen Raum“. Mit dieser falschen Version der Geschehnisse will die AfD ihr brutales Vorgehen offenbar legitimieren und es als Notwehr geltend machen. Einen Anlass dafür gibt es nicht: „Das war ein brutaler Angriff auf politisch Andersdenkende“, so Merit K..

Außerdem weisen die Aktivist*innen daraufhin, dass die Veranstaltung am Sonntag als „Antirassistisches Kleinkunstkonzert mit theaterpädagogischen Elementen“ angemeldet und von der Stadt Oldenburg so genehmigt wurde. Ein Ausgangspunkt der Theaterperformance war die Umsetzung der Hausordnung der Weser-Ems-Halle. Punkt 8 untersagt das „Mitführen von rassistischem, fremdenfeindlichem und radikalem Propagandamaterial“. Insofern verstehen die Aktivist*innen ihre Aktion als Durchsetzung der bestehenden Hausordnung und nicht als Hausfriedensbruch.«

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AUFSCHUB Das Lager Westerbork und der Film von Rudolf Breslauer / Harun Farock https://www.oldenburger-rundschau.de/2018/11/12/aufschub-das-lager-westerbork-und-der-film-von-rudolf-breslauer-harun-farock/ Mon, 12 Nov 2018 22:23:14 +0000 https://www.oldenburger-rundschau.de/?p=3732 [...]]]> Aufschub – das ist ein 40minütiger Film, den Harun Farocki 2007 aus 90 Minuten ungeschnittenem, stummem Filmmaterial zusammengestellt hat. Auf Befehl des Lagerkommandanten Gemmeker musste der deutsch-jüdische Fotograf Rudolf Breslauer im niederländischen »Durchgangslager« Westerbork 1944 den Alltag der Lager-Gefangenen dokumentieren, ihre Arbeit, ihre Freizeitaktivitäten – es sollte eine Art Imagefilm entstehen, der offiziellen Besuchern des Lagers vorgeführt werden sollte, um Arbeitseffizienz, Lagerorganisation und Häftlingssituation in günstigem Licht erscheinen zu lassen. Das Material gibt Bilder der Bäder, Küche, Wäscherei, Krankenhaus, Landwirtschaft zu sehen, aber auch zwei ankommende Züge und einen in die »Arbeitslager im Osten« abfahrenden Zug: Die Bilder zeigen nicht das, was wir von einem Holocaust-Dokument erwarten, sondern lachende Menschen, entspannte Pause während der Feldarbeit, Gymnastik, Werkstattarbeit, Bühnenshows, geschäftiges Treiben und Winkende auf dem Bahnsteig. All die Gesichter im Film zeigen uns heute eine fürchterliche Ambivalenz zwischen Hoffnung und dem Wissen, dass sie nicht zurückkehren werden – nämlich unserem nachgereichtem Wissen, weil wir wissen, wo diese Züge im Osten endeten. Jeden Dienstag ging ein Zug in Richtung Osten, und jeder der Insassen musste angst- und qualvoll Woche für Woche hoffen, dass der eigene Name beim Verlesen der Deportationsliste nicht fiel.
Mit dem Film sowie dem Vortrag von Dr. Florian Krautkrämer und einer anschließenden Ausstellung stellt sich das Kulturzentrum der Oldenburger Sinti und Roma dem Thema: »Wie Opfer zeigen?«
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Nichts ist vergessen! Niemand ist vergessen! https://www.oldenburger-rundschau.de/2018/11/11/nichts-ist-vergessen-niemand-ist-vergessen/ Sun, 11 Nov 2018 15:34:00 +0000 https://www.oldenburger-rundschau.de/?p=3727

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Dem Vergessen entgegentreten – Erinnerungsgang 2018 https://www.oldenburger-rundschau.de/2018/11/09/dem-vergessen-entgegentreten-erinnerungsgang-2018/ Fri, 09 Nov 2018 16:32:00 +0000 https://www.oldenburger-rundschau.de/?p=3722 [...]]]> Am Samstag, den 10. November beginnt um 15.00 Uhr der Erinnerungsgang, mit dem der jüdischen Opfer in Oldenburg gedacht wird. So wurden am 10. November 1938 jüdische Männer unter den Augen der Oldenburger Bevölkerung von der Polizeikaserne am Pferdemarkt (heutige Landesbibliothek) zum Gerichtsgefängnis getrieben, um von dort in das KZ Sachsenhausen verbracht zu werden. Beim Erinnerungsgang wird dieser Weg im Gedenken an die Opfer des NS-Terrors schweigend nachgegangen. Dem Vergessen entgegentreten – unter diesem Titel wurden auch drei Reden veröffentlicht, welche im Jahr 1988 zum 50. Jahrestag der Pogromnacht von den Rabbinern Henry G. Brandt und Leo Trepp sowie Michael Daxner, dem ehemaligen Präsidenten der Universität Oldenburg, gehalten wurden – Erinnerungsreden für die Zukunft. Dies gilt auch und gerade 30 Jahre später zum 80. Jahrestag der Novemberpogrome.

Entgegentreten ist ein aktiver Vorgang, so ist es der Wunsch der Liebfrauenschule Oldenburg, die den diesjährigen Erinnerungsgang gestaltet, dass gerade viele junge Menschen in Oldenburg und überall immer wieder aufstehen und dem Vergessen entgegentreten, für eine weltoffenere, tolerantere und gerechtere Gesellschaft.

Der Erinnerungsgang beginnt im Innenhof der Landesbibliothek am Pferdemarkt.

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Eindrücke von den Oldenburger Protesten gegen die AfD https://www.oldenburger-rundschau.de/2018/11/04/eindruecke-von-den-oldenburger-protesten-gegen-die-afd/ Sun, 04 Nov 2018 16:49:42 +0000 https://www.oldenburger-rundschau.de/?p=3713 [...]]]> Viele Menschen beteiligten sich an den Protesten gegen den AfD-Landesparteitag in der Weser-Ems-Halle im Oktober 2018.
Die etwa 200 Menschen am Vormittag konnten den Parteitag zwar nicht verhindern, ihre Entschlossenheit den Parteitag zu blockieren, war jedoch beispielhaft.
Etwa 8000 Menschen beteiligten sich am Nachmittag an einer der größten Demonstrationen Oldenburgs der letzten Jahrzehnte.

Mit der Fotostrecke möchten wir nochmal einen Einblick in die Ereignisse geben:

Mit der Maus auf das Bild, kurz warten und durch die Fotostrecke klicken
Proteste gegen den AfD-Landesparteitag

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AfD – Tag 2 der Proteste https://www.oldenburger-rundschau.de/2018/10/29/afd-tag-2-der-proteste/ https://www.oldenburger-rundschau.de/2018/10/29/afd-tag-2-der-proteste/#comments Mon, 29 Oct 2018 15:57:50 +0000 https://www.oldenburger-rundschau.de/?p=3699 [...]]]> Es wird ein Lachen sein, dass sie besiegt
Während auf dem Europaplatz vor der Weser-Ems-Halle eine bunte Kundgebung stattfand gelang es einigen Antifaschist*innen, drinnen den Parteitag der AFD kurzfristig mit einer Theater-und Kunstaktion zu stören. Dabei kam es seitens der AFD zu tätlichen Angriffen.

Am Sonntag setzten rund 250 Menschen den vielfältigen Protest gegen den Landesparteitag der AfD an den Oldenburger Weser-Ems-Hallen (WEH) fort. Leider musste Kutlu Yurtseven von der Microphone Mafia aus familiären Gründen seine Teilnahme kurzfristig absagen. Den Veranstalter*innen gelang es durch die solidarische Unterstützung vieler Oldenburger Künstler*innen und engagierter Menschen, ein vielfältiges Alternativprogramm auf die Beine zu stellen. Von 11 bis 15 Uhr wurde auf dem Europaplatz bei strahlendem Sonnenschein ein lautstarkes Zeichen gegen die AfD gesetzt.

Da flogen Jonglierbälle und Diabolos durch die Luft, Kinder malten Bilder für die Feuerwehr, vor der gerappt und gesungen wurde und die Redebeiträge erfüllten die Auflage seitens der Stadt, dass das Konzert alle 15 Minuten für 5 Minuten unterbrochen werden muss. So wurden beispielsweise die anwesenden Polizist*innen kurzerhand zu einer Versammlung erklärt und die Protestler*innen verlasen mit einem Augenzwinkern die Auflagen, die eingehalten werden müssen, um einen „reibungslosen Ablauf der Veranstaltung zu gewährleisten“. Unter Punkt 1 hieß es dort: „Bitte verhalten Sie sich menschlich und treffen Sie als Menschen individuelle Entscheidungen. Wir räumen Ihnen das volle Recht ein, sich jeder Dienstanweisung zu widersetzen, um eine individuelle, persönliche und menschliche Entscheidung zu treffen. Für einen reibungslosen Ablauf der Veranstaltung setzen wir gegenseitigen Respekt voraus.“

Während der Kundgebung gelang es einigen Aktivist*innen am frühen Nachmittag den Parteitag durch eine politische Kunstaktion zu stören. „Unser Anliegen war es, das kraftvolle Statement der 8.000 Demonstrant*innen vom Samstag und der 250.000 Menschen, die UNTEILBAR in Berlin demonstrierten, direkt auf den Parteitag zu tragen und die AfD den politischen Gegenwind spüren zu lassen“, so eine Aktivistin. „Außerdem forderten wir die Weser-Ems-Hallen auf, ihre eigene Hausordnung durchzusetzen. Dort heißt es, dass das Mitführen von rassistischem, fremdenfeindlichem und radikalem Propagandamaterials verboten sei. Konsequent wäre daher gewesen, den Parteitag gar nicht erst stattfinden zu lassen oder ihn zumindest nach diesem Hinweis abzubrechen.“

Obwohl die Aktivist*innen zu keiner Zeit Gewalt anwendeten, wurden zwei von ihnen durch AfD-Mitglieder verletzt. Nach der Aktion wurde den Aktivist*innen ein Platzverweis für die WEH durch die Polizei erteilt; ihnen droht nun eine Anzeige wegen Hausfriedensbruch.

Während die AfD drinnen gestört wurde, verlas eine Rednerin draußen die Erklärung zu der Aktion und das Statement der Aktivist*innen flatterte in Form von Papierfliegern über die Menschen auf dem Europaplatz.

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Tausende in Oldenburg gegen die AfD https://www.oldenburger-rundschau.de/2018/10/27/tausende-in-oldenburg-gegen-die-afd/ https://www.oldenburger-rundschau.de/2018/10/27/tausende-in-oldenburg-gegen-die-afd/#comments Sat, 27 Oct 2018 20:22:02 +0000 https://www.oldenburger-rundschau.de/?p=3683 [...]]]> Der Beginn des Landesparteitages der niedersächsischen AfD am 27.10.18 wurde von großen Protesten begleitet. Bereits um 7:30 Uhr fanden an fünf verschiedenen Orten in Nähe zu den Weser-Ems-Hallen Kundgebungen statt. Die Polizei war von Beginn an auf den Straßen präsent. Bereits vor 8 Uhr kam es zu ersten Polizeikontrollen. Die Frühaufsteher*innen unter den AfDler*innen konnten noch ungestört in die Weser-Ems-Hallen zum Tagungsort gelangen. Im Laufe des Vormittags bildeten sich vor den verschiedenen Zuwegen Blockaden. Mehrere AfDler*innen wählten daraufhin einen Umweg über das Gebüsch oder stiegen in Polizeibegleitung über die Absperrungen, um zu den Hallen zu gelangen.

Als die Gegenproteste größer wurden, begleitete die Polizei in größeren Trupps jede*n AfDler*in einzeln hinter die Absperrungen und durch die Blockaden hindurch. Dabei kam es zu Verletzungen bei den Demonstrant*innen durch Faustschläge und Tritte der Polizei.

Schließlich reagierte die Polizei mit der Kesselung einer Blockade. In der unübersichtlichen Situation wurden zwei Demonstrant*innen von der Polizei zu Boden gebracht und getreten und geschlagen.

Der Kessel wurde kurze Zeit später wieder aufgelöst und es kam zu mehreren Ingewahrsamnahmen. Im weiteren Verlauf verließen die Demonstrant*innen nach und nach das Gelände. Während des Tages wurden immer wieder Nazis gesichtet, die sich im Umfeld der Weser-Ems-Hallen aufhielten.

Pünktlich um 13 Uhr startete vor dem Hauptbahnhof die angekündigte Demonstration unter dem Motto „Kein Schritt zurück – Dem AfD-Parteitag entgegentreten“.

Es waren etwa 8000 Menschen anwesend. Die Demonstration führte über den Julius-Mosen-Platz, die Peterstraße und den Pferdemarkt direkt zu den Weser-Ems-Hallen.

Trotz der friedlichen Demonstration kam es am frühen Abend zu weiteren Ingewahrsamnahmen. Zum Zeitpunkt des Erscheinens dieses Artikels waren nach Kenntnisstand der Redaktion alle festgesetzten Personen wieder frei.

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Mit großer Entschlossenheit gegen den AfD-Parteitag https://www.oldenburger-rundschau.de/2018/10/27/mit-grosser-entschlossenheit-gegen-den-afd-parteitag/ Sat, 27 Oct 2018 11:06:28 +0000 https://www.oldenburger-rundschau.de/?p=3672 [...]]]> Heute, am Samstag den 27.10., hat der Landesparteitag der niedersächsischen AfD begonnen. Begleitet wurde der Auftakt am Morgen von Gegendemonstrationen. Nachdem die Zugänge zu den Weser-Ems-Hallen von Demonstrant*innen blockiert wurden, mussten die AfDler*innen durch Absperrungen oder Grünzeug klettern, um auf das Gelände zu kommen. Am Osteingang wurden sie von behelmten Polizist*innen umringt auf das Gelände begleitet.

Blockade am Osteingang

Die Polizei dokumentierte fleißig.

Lieber bunt statt braun.

 

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