Moria Evakuieren – Proteste nach Bränden im Lager

Foto: Fabian Steffens

Auf­grund der ver­eh­ren­den Brän­de im Geflüch­te­ten Lager Moria auf der grie­chi­schen Insel Les­bos for­der­ten bun­des­wei­ten in vie­len Städ­ten Men­schen eine Eva­ku­ie­rung der Men­schen. Auch in Olden­burg pro­tes­tier­ten etwa 200 Men­schen für die sofor­ti­ge Auf­nah­me von geflüch­te­ten Men­schen. Auf einer kurz­fris­tig ange­kün­dig­ten Kund­ge­bung auf dem Schloss­platz wur­de in ver­schie­de­nen Rede­bei­trä­gen die Schuld an der aktu­el­len Situa­ti­on der Euro­päi­schen Uni­on und ihrer Mit­glieds­län­der zuge­spro­chen. Der aktu­ell Not­fall sei nicht, wie vie­le libe­ra­le Politiker*innen erklär­ten, eine Gefahr für die Idee Euro­pa, son­dern sei das Ergeb­nis der men­schen­ver­ach­ten­den Grenz- und Asyl­po­li­tik der letz­ten Jah­re und Jahr­zehn­te. Oder wie es NIKA Olden­burg in ihrem Rede­bei­trag sag­te „Euro­pa du mie­ses Stück schei­ße“.

Die gefähr­li­che Situa­ti­on für die Men­schen in Moria, ganz beson­ders seit Beginn der Coro­na Pan­de­mie, wur­de seit Mona­ten und Jah­ren von betrof­fe­nen geschil­dert. Trotz­dem wei­ger­te sich die etwa die deut­sche Bun­des­re­gie­rung nen­nens­wert Hil­fe zu leis­ten. Um ihrer Wut dar­über Aus­druck zu geben zogen im Anschluss an die Kund­ge­bung etwa 100 Per­so­nen als wüten­de Spon­tan­de­mons­tra­ti­on ein­mal um die Innen­stadt.

Foto: Fabi­an Stef­fens