»Menschenwürde Demo« am Pferdemarkt

Etwa 130 Men­schen sind am Sonn­tag dem Auf­ruf der soge­nann­ten „Men­schen­wür­de Demo“ gefolgt. Damit kamen zu der Kund­ge­bung, die zum ers­ten Mal auf dem Pfer­de­markt abge­hal­ten wur­de, weni­ger Men­schen als zuvor. Sie demons­trier­ten gegen die Maß­nah­men zur Ein­däm­mung der Coro­na-Pan­de­mie. In ihren Augen ste­hen die Ein­schrän­kun­gen der Grund­rech­te in kei­nem Ver­hält­nis zu den Gefah­ren, die das Virus mit sich bringt. Sie sehen ihre Behaup­tun­gen allein dadurch belegt, dass sich die Zahl der Coro­na-Infek­tio­nen in Deutsch­land der­zeit auf einem rela­tiv nied­ri­gen Niveau bewegt. Dabei wird igno­riert, dass sich die nied­ri­gen Zah­len als Fol­ge der Ein­schrän­kun­gen erklä­ren las­sen.

Rund 40 Men­schen demons­trier­ten am Rand des Pfer­de­mark­tes gegen Ver­schwö­rungs­theo­ri­en, Ras­sis­mus und Anti­se­mi­tis­mus. Auf der Kund­ge­bung wur­de unter ande­rem erneut die Coro­na-Pan­de­mie als Grip­pe-Wel­le ver­harm­lost und die Ver­schwö­rungs­theo­rie ver­brei­tet, dass sich die Phar­ma­in­dus­trie das Coro­na-Virus aus­ge­dacht hät­te. Die nächs­te „Men­schen­wür­de Demo“ in Olden­burg soll in zwei Wochen statt­fin­den.