Critical Mass in Oldenburg: #LeaveNoOneBehind

Bevor am ver­gan­gen Sams­tag Verschwörungsideolog*innen an der Weser-Ems-Hal­le gegen Coro­na Beschrän­kun­gen pro­tes­tier­ten, gab es auch pro­gres­si­ven Pro­test in Olden­burg. Über 50 Men­schen fuh­ren in Form einer Cri­ti­cal Mass durch die Innen­stadt. Da laut Stra­ßen­ver­kehrs­ord­nung eine Grup­pe von mehr als 16 Rad fah­ren­den Men­schen als ein Ver­band gilt, kön­nen die­se Grup­pe geschlos­sen fah­ren, auch wenn nicht alle bei grün an Ampeln ankom­men. Mit dabei hat­ten die Teil­neh­men­den Schil­der, auf denen sie eine dezen­tra­le Unter­brin­gung von geflüch­te­ten for­der­ten. Sowohl an der Euro­päi­schen Außen­gren­ze als auch vor unse­rer Haus­tür in Blan­ken­burg oder Bre­men.

Nach etwa einer Drei­vier­tel­stun­de stopp­te die Poli­zei mit einem grö­ße­ren Auf­ge­bot die Grup­pe, weil sie die­se als Ver­samm­lung dekla­rie­ren woll­te. Ange­sichts der Gefahr einer Coro­na Infek­ti­on fuh­ren die Men­schen in Abstand von ein­an­der. Doch gera­de auf­grund der Coro­na­veror­dun­gen ließ die Poli­zei den Ver­weis auf die StVo nicht gel­ten und behan­del­te die CM als Versammlung.Als sich nach eini­ger Zeit kei­ne Ver­samm­lungs­lei­tung fand, lös­te sich die Grup­pe auf und Men­schen fuh­ren zu zweit wei­ter. Der Pro­test reiht sich ein in eine Rei­he von Pro­tes­ten unter dem Mot­to Lea­ve No One Behind.