Erneut „Menschenwürde Demo“ in Oldenburg

In Olden­burg haben am Sams­tag rund 250 Men­schen gegen die Coro­na-Maß­nah­men demons­triert. Damit kamen deut­lich weni­ger auf das Gelän­de der Weser-Ems-Hal­len als von Orga­ni­sa­to­rin Fre­de­ri­ke Pfeif­fer-de Bru­in erhofft. Geneh­migt war eine Ver­samm­lung von bis zu 500 Per­so­nen. Es war nicht die ers­te Demons­tra­ti­on die­ser Art. In der Woche zuvor hat­ten sich mehr als 200 Men­schen auf dem Olden­bur­ger Schloss­platz ver­sam­melt (wir berich­te­ten).

Das Gelän­de an den Weser-Ems-Hal­len war mit Zäu­nen und Flat­ter­band abge­sperrt, damit die geneh­mig­te Per­so­nen­zahl über­blickt wer­den konn­te. Die Teilnehmer*innen wur­den am Ein­gang dar­auf hin­ge­wie­sen, Mund­schutz zu tra­gen. Auf dem Gelän­de waren dann aber auch vie­le ohne unter­wegs, man­che der Ord­ner tru­gen nur ein Netz über Mund und Nase. Die soge­nann­te „Men­schen­wür­de Demo“ zieht unter­schied­lichs­te Grup­pen an, von „besor­gen Bürger*innen“ über Ver­schwö­rungs­the­roeti­ker *innen bis zu stadt­be­kann­ten Rech­ten. Außer­halb des Zauns fan­den sich eini­ge Gegendemonstrant*innen ein, etwas abseits gab es eine zwei­te Ver­samm­lung von rund 30 Antifaschist*innen.

Auf der soge­nann­ten „Men­schen­wür­de Demo“ wur­de gesun­gen („Die Gedan­ken sind frei“) und getanzt („Ängs­te abschüt­teln“), es gab Musik (neben eso­te­ri­schen Klän­gen auch das Lied von Pipi Lang­strumpf „Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt“) und zwei Mal Zeit für Gesprä­che mit Nachbar*innen.

Die­se schein­ba­re Unver­fäng­lich­keit darf aller­dings nicht dar­über hin­weg­täu­schen, dass in den Rede­bei­trä­gen die Gefähr­lich­keit des Coro­na-Virus geleug­net, Ver­schwö­rungs­theo­ri­en bedient und Ängs­te vor mög­li­chen Zwangs­imp­fun­gen geschürt wur­den. Pfeif­fer-de Bru­in führ­te das nach Arti­kel zwei des Grund­ge­set­zes gel­ten­de Recht auf Leben und kör­per­li­che Unver­sehrt­heit an und sag­te: „Da muss ich anmer­ken: Seit dem 27. März [gilt es] nicht mehr. Da wur­de das ers­te Mal in der deut­schen Geschich­te das Infek­ti­ons­schutz­ge­setz dem Grund­ge­setz vor­an­ge­stellt.“

Beim Tan­zen ein wenig die Angst abschüt­teln…
Orga­ni­sa­to­rin Fre­de­ri­ke Pfeif­fer-de Bru­in (links) und ihre Schwes­ter

In den Rede­bei­trä­gen am offe­nen Mikro­fon wur­de die Coro­na-Pan­de­mie wie­der ein­mal als »welt­wei­te Grip­pe­wel­le« bezeich­net, da ist der bes­te Schutz gegen Coro­na das Wan­dern im Wald, um das Immun­sys­tem zu stär­ken und es fehl­te auch nicht der Ver­gleich der aktu­el­len Maß­nah­men mit der DDR.