Schutz vor Corona braucht ein Zuhause!

Eigent­lich soll­te es am 28. März eine rich­tig gro­ße Demons­tra­ti­on des »Akti­ons­bünd­nis gegen Ver­drän­gung und Mie­ten­wahn­sinn« wer­den. Gegen hohe Mie­ten, Zwangs­räu­mun­gen und Woh­nungs­lo­sig­keit soll­te euro­pa­weit am »Housing Action Day« auf der Stra­ße für eine soli­da­ri­sche und öko­lo­gi­sche Stadt­ent­wick­lung mobi­li­siert wer­den. Statt­des­sen wur­de es dann ein der »Coro­na-Kri­se« geschul­de­ter Akti­ons­tag, an dem Ein­zel­ne mit Trans­pa­ren­ten und Pla­ka­ten auf das The­ma auf­merk­sam mach­ten. Das Akti­ons­bünd­nis for­dert ange­sichts der aktu­el­len Situa­ti­on u.a.:

– Kei­ne Zwangs­räu­mun­gen sowie kei­ne Strom- und Was­ser­sper­ren: Nie­mand darf wäh­rend der Coro­na-Kri­se woh­nungs­los gemacht wer­den. Strom- und Was­ser zu sper­ren, ist in Zei­ten von Coro­na lebens­be­droh­lich.

– Miet­mo­ra­to­ri­um und Erlass von Miet­schul­den, um Ein­kom­mens­aus­fäl­le Gering­ver­die­nen­der und Gewer­be­trei­ben­der auf­zu­fan­gen und um Kün­di­gun­gen und Woh­nungs­ver­lus­te zu ver­hin­dern. Nie­mand darf durch die Coro­na-Kri­se in den Ruin getrie­ben wer­den.

– Mora­to­ri­um für Hypo­the­ken­zah­lun­gen: Die Til­gung von Kre­di­ten für den Woh­nungs­kauf von Selbstnutzer*innen muss bei allen aus­ge­setzt wer­den, die dazu nicht mehr in der Lage sind.

– Auf­lö­sung von Sam­mel­un­ter­künf­ten und Beschlag­nah­mung von Leer­stand sowie von Feri­en­woh­nun­gen. Woh­nungs­lo­se und Geflüch­te­te brau­chen men­schen­wür­di­gen Wohn­raum! Nur wer eine Woh­nung hat, kann sich vor Anste­ckung schüt­zen.

– Lega­li­sie­rung von Beset­zun­gen leer­ste­hen­der Woh­nun­gen und Gewer­be­räu­me.

– einen Soli­dar­fonds für Klein­ge­wer­be, Freiberufler*innen und Kul­tur- und sozia­le Ein­rich­tun­gen, um Insol­ven­zen zu ver­mei­den, sowie ein Grund­ein­kom­men für alle, die jetzt schon oder in nächs­ter Zeit von Trans­fer­leis­tun­gen abhän­gig sind oder sein wer­den.

Auch in Olden­burg gab es ver­ein­zel­te Aktio­nen. Vor ver­schie­de­nen Hotels der Stadt brach­ten Aktivist*innen Pla­ka­te an und hiel­ten Ban­ner hoch. Die See­brü­cke Olden­burg twit­tert dazu: »Vie­le Hotels haben aktu­ell kaum Gäs­te oder muss­ten ganz schlie­ßen. In Olden­burg for­dern Men­schen die Anmie­tung von Zim­mern durch Land und Kom­mu­nen, damit für Woh­nungs­lo­se und geflüch­te­te Men­schen Schutz vor Coro­na mög­lich ist.«