Kunstaktion Seebrücke Oldenburg

Mit einer Kunst­ak­ti­on haben am Sams­tag Vor­mit­tag rund 30 Per­so­nen in der Olden­bur­ger Innen­stadt auf die Situa­ti­on von Geflüch­te­ten an der grie­chisch-tür­ki­schen Gren­ze auf­merk­sam gemacht.

Sie saßen auf Decken und Hockern mit­ten auf der Stra­ße am Lef­fers­eck. Schwei­gend hiel­ten sie klei­ne Pla­ka­te. Auf einem ein Zitat von Ralf Ruthe: »Wenn mit Trä­nen­gas auf Kin­der schie­ßen nötig ist, um das zu bewah­ren, was wir Euro­pa nen­nen, dann isses die Schei­ße echt nicht wert, Leu­te.« Auf einem ande­ren die For­de­rung: »Men­schen­rech­te und Völ­ker­recht ein­hal­ten, Men­schen auf der Flucht schüt­zen!«

Ab und zu mach­ten die Demonstrant*innen kurz mit Tril­ler­pfei­fen, Trom­meln und Ras­seln Lärm, um dann wie­der zu ver­stum­men. Zwi­schen­durch wur­den durch ein Mega­fon die Zita­te und For­de­run­gen auf den Pla­ka­ten laut ver­le­sen. Eine klei­ne Grup­pe »Omas gegen Rechts« war eben­falls vor Ort und zeig­te sich mit der Akti­on soli­da­risch.

Nach unge­fähr einer hal­ben Stun­de stan­den alle auf und mach­ten sich auf den Weg. Sie gin­gen durch die Ach­tern­stra­ße bis zur Ecke Stau­stra­ße und mach­ten dabei ordent­lich Lärm. Vor dem H&M set­zen sie sich erneut mit­ten in den Weg. Die Pas­san­ten muss­ten sich ihren Weg durch die Sit­zen­den oder außen her­um suchen. Vie­le gin­gen vor­bei, man­che blie­ben ste­hen, hör­ten zu und lasen die Pla­ka­te.

Hin­ter­grund der Kunst­ak­ti­on ist eine Akti­ons­wo­che der Bewe­gung See­brü­cke. Sie hat zu bun­des­wei­ten Pro­tes­ten gegen die Abschot­tungs­po­li­tik an den euro­päi­schen Außen­gren­zen auf­ge­ru­fen. Die For­de­rung: Geflüch­te­te in grie­chi­schen Auf­nah­me­ein­rich­tun­gen und an der grie­chisch-tür­ki­schen Gren­ze men­schen­wür­dig zu behan­deln und zu eva­ku­ie­ren.

Die See­brü­cke Olden­burg wähl­te die Kunst­ak­ti­on als Pro­test­form. Im Auf­ruf heißt es: »Die Men­schen­rech­te und das Recht auf Asyl sind als Leh­re aus den Schre­cken des Faschis­mus ent­stan­den. Wir wer­den nicht müde dafür zu kämp­fen, dass die EU zu einer men­schen- und völ­ker­rechts­kon­for­men Migra­ti­ons­po­li­tik zurück­kehrt!«