Krise des Antifaschismus – Aufstieg der Rechten (in Italien)

Am Mon­tag den 24. Febru­ar um 19 Uhr fin­det die letz­te Ver­an­stal­tung im Rah­men der Aus­stel­lung »Ban­di­ti e Rebel­li« im Forum St. Peter, Peters­stra­ße 22–26 statt. Die jungle.world Autorin Cat­rin Ding­ler wird dazu von aktu­el­len Ereig­nis­sen und faschis­ti­schen Ent­wick­lun­gen in Ita­li­en berich­ten:

»Ita­li­ens anti­fa­schis­ti­scher Nach­kriegs­kon­sens ist bereits Anfang der 1990er Jah­re zer­bro­chen: Sil­vio Ber­lus­co­nis ers­te Rechts­ko­ali­ti­on begrün­de­te damals mit ihrer Dif­fa­mie­rung der Par­ti­sa­nen­be­we­gung eine revi­sio­nis­ti­sche Erin­ne­rungs­kul­tur, die die Ver­bre­chen des Faschis­mus leug­net und das Regime des Duce ver­harm­lost. Aktu­ell erlebt die Auf­wer­tung der faschis­ti­schen Ideo­lo­gie durch Matteo Sal­vi­nis sou­ve­rä­nis­ti­sche Rech­te ihren vor­läu­fi­gen Höhe­punkt. Zugleich hat sich uner­war­tet im Win­ter aus­ge­hend von der Emi­lia Roma­gna eine lan­des­wei­te Bewe­gung gegen die fort­schrei­ten­de Faschi­sie­rung Ita­li­ens gebil­det. Wird die außer­par­la­men­ta­ri­sche Oppo­si­ti­on der „Sar­di­nen“ Sal­vi­nis poli­ti­schen Auf­stieg stop­pen? Wie reagiert die poli­ti­sche Lin­ke auf die zivil­ge­sell­schaft­li­che Offen­si­ve? Der Vor­trag reflek­tiert die gesell­schaft­li­che Hege­mo­nie der Rech­ten und lädt zur kri­ti­schen Dis­kus­si­on des neu­en anti­fa­schis­ti­schen Auf­bruchs ein.

Der Ein­tritt ist frei.

Unter­stützt von der Rosa-Luxem­burg-Stif­tung Nie­der­sach­sen und dem AStA der Uni­ver­si­tät Olden­burg«