Rechtem Terror entgegentreten – Demo in Bremen

Foto: Fabian Steffens

Am Don­ners­tag ver­sam­mel­ten sich Men­schen am Zie­gen­markt im Bre­mer Vier­tel. Nach eini­gen Rede­bei­trä­gen zogen zwi­schen 1500 und 2000 Men­schen durch das Vier­tel zum Markt­platz. Anlass war ursprüng­lich die Rei­he rech­ter Anschlä­ge in Bre­men und Syke. Der letz­te Punkt einer gan­zen Rei­he von Anschlä­gen war ein zwei­fa­cher Brand im Jugend­zen­trum Frie­se, der ver­mut­lich von Rech­ten gelegt wur­de. Im Umfeld der Frie­se tauch­ten am glei­chen Tag rech­te Sti­cker auf.

Trau­ri­ge Aktua­li­tät bekam die Demo durch den rech­ten Ter­ror­an­schlag am Mitt­woch­abend in Hanau, bei dem ein Mann 10 Men­schen und sich selbst töte­te und dies mit rech­ten Ver­schwö­rungs­theo­ri­en begrün­de­te.

Die Men­schen in Bre­men for­der­ten laut­stark Soli­da­ri­tät mit allen von rech­ter Gewalt Betrof­fe­nen. BIPoC Grup­pen stell­ten aber auch klar, dass Ras­sis­mus kein Phä­no­men nur von Nazis und neu­en Rech­ten, son­dern tie­fer Teil unse­rer Gesell­schaft ist. Auch wur­de die auto­ri­tä­re Ent­wick­lung der euro­päi­schen Staa­ten kri­ti­siert. Die Poli­zei ver­such­te zu Beginn, die unan­ge­mel­de­te Demo nicht ein­fach lau­fen zu las­sen, beglei­te­te sie aber schließ­lich – wenn auch mit einem star­ken Auf­ge­bot rund um den Front­block.

Wie­der­holt wur­de dazu auf­ge­ru­fen, sich am Sams­tag der anti­fa­schis­ti­schen Demons­tra­ti­on in Syke um 11 Uhr am Bahn­hof Syke anzu­schlie­ßen.