„Ich mache das alles, weil ich es mir ausgesucht habe“

Frauen im italienischen Widerstand 1943-45

Im Rah­men der foto­do­ku­men­ta­ri­schen Wan­der­aus­stel­lung „Ban­di­ti e Ribel­li“, die bis zum 24. Febru­ar im Olden­bur­ger Forum St. Peter gezeigt wird, fin­det am Frei­tag, 07. Febru­ar um 19.00 Uhr eine Ver­an­stal­tung mit Nad­ja Ben­ne­witz M.A. statt. Die His­to­ri­ke­rin wird einen Ein­blick in den Wider­stand ita­lie­ni­scher Frau­en gegen den Faschis­mus und die deut­sche Besat­zung von 1943 – 1945 geben. Die Frau­en haben mit der Waf­fe gekämpft, nah­men poli­ti­sche Füh­rungs­po­si­tio­nen ein, über­brach­ten als Sta­fet­ten Nach­rich­ten und Muni­ti­on, grün­de­ten Frau­en­ver­tei­di­gungs­grup­pen und orga­ni­sier­ten Streiks. Damit waren sie nicht weni­ger kon­se­quent als die ita­lie­ni­schen Män­ner. Dass ihr Geschlecht jedoch immer eine Rol­le spiel­te, erfuh­ren die Frau­en von den deut­schen Besat­zern und spä­tes­tens bei der Befrei­ung auch von ihren eige­nen Genos­sen: Bei den Umzü­gen durch die Städ­te nach ihrer Befrei­ung im April 1945 durf­ten Frau­en nicht mit in den Par­ti­sa­nen­for­ma­tio­nen mit­lau­fen.

Ihrer Bedeu­tung sind sich die Par­ti­sa­nin­nen den­noch bis heu­te bewusst: „Die Arbeit der Frau­en war das Rück­grat der resis­ten­za“, so Anni­ta Mala­va­si, Kampf­na­me „Lai­la“ bei einem Inter­view.

Die Ver­an­stal­tung wird unter­stützt vom Auto­no­men Femi­nis­ti­schen Refe­rat und dem AStA der Uni­ver­si­tät Olden­burg.