- Oldenburger Rundschau - https://www.oldenburger-rundschau.de -

Kunstaktion gegen AfD: Plakate säumen Oldenburgs Straßen

Im Rah­men einer Kunst­ak­ti­on tauch­ten in den ver­gan­ge­nen Tagen Wahl­pla­ka­te der Alter­na­ti­ve für Deutsch­land (AfD) im Olden­bur­ger Stadt­ge­biet auf. Der ent­schei­den­de Unter­schied: Die Pla­ka­te mit bekann­ten AfD-Gesich­tern ver­su­chen gän­gi­ge, aber der­zeit eher unbe­lieb­te Posi­tio­nen der AfD in den Fokus rücken, die im Euro-Wahl­kampf bis­her ver­nach­läs­sigt wur­den. Die Stel­lung­nah­me der »Initia­ti­ve Soli­da­ri­tät statt Natio­na­lis­mus« fin­det ihr hier:

Kunst­ak­ti­on zur Ergän­zung ver­nach­läs­sig­ter AfD Inhal­te

Am 19.Mai haben wir, die „Initia­ti­ve Soli­da­ri­tät statt Natio­na­lis­mus“, in Olden­burg Pla­ka­te auf­ge­han­gen. Hier­mit wol­len wir in den Euro­pa­wahl­kampf inter­ve­nie­ren und eini­ge Inhal­te, Posi­tio­nen und Sach­ver­hal­te der AfD zur Gel­tung brin­gen, die sie selbst zu ver­de­cken sucht.

Mit unse­rer Kunst­ak­ti­on drü­cken wir unse­re Ableh­nung gegen­über der Poli­tik der AfD aus. Ihre Anhänger*innen wol­len wir mit der unan­ge­neh­men Wahr­heit kon­fron­tie­ren, alle ande­ren mit einem Schmun­zeln auf das gesell­schaft­li­che Pro­blem ‚AfD‘ hin­wei­sen.

Den für die Par­tei tra­gen­den Ras­sis­mus haben wir bewusst nicht the­ma­ti­siert. Nie­mand, wirk­lich Nie­mand kann ernst­haft behaup­ten, es gin­ge um Ein­zel­fäl­le oder die Öffent­lich­keit wäre noch nicht dar­über in Kennt­nis gesetzt wor­den. Schließ­lich wirbt selbst die Füh­rungs­spit­ze der AfD offen mit ras­sis­ti­schen Posi­tio­nen. So for­der­te Alex­an­der Gau­land im Juli 2016 das Asyl­recht spe­zi­ell für Mus­li­me umge­hend aus­zu­set­zen. Ali­ce Wei­del dif­fa­mier­te im Bun­des­tag am 16.05.2018 Kopf­tuch­trä­ge­rin­nen als Tau­ge­ni­xe.

Des­we­gen ist eine Auf­klä­rung der Wäh­ler­schaft der AfD kaum mög­lich, denn die Sym­pa­thi­en hat sie auf­grund ihres ras­sis­ti­schen O-Tons.

Uns ist bewusst, dass es in jeder Par­tei Kor­rup­ti­on, Ras­sis­mus und Leug­nung von Tat­sa­chen zur Stär­kung der eige­nen Posi­tio­nen gibt. Aller­dings sind sie bei der AfD Par­tei­pro­gramm. Wäh­rend ande­re Par­tei­en den mas­sen­haft töd­li­chen Aus­gang des Euro­päi­schen Grenz­schut­zes als Unglück dar­stel­len, will die AfD mehr Tote. Ohne mit einem huma­nis­ti­schen Anschein ihre Freu­de dar­über zu mas­kie­ren. Die bekannt gewor­de­nen „absau­fen absau­fen absau­fen“ Rufe ihrer Dresd­ner Sympathisant*innen haben jeden Zwei­fel getilgt.

Initia­ti­ve Soli­da­ri­tät statt Natio­na­lis­mus