Aufruf zur Demonstration gegen Nationalismus in Oldenburg

Die­se Demons­tra­ti­on in Olden­burg will einen Tag vor der Euro­pa­wahl ein deut­li­ches Zei­chen gegen die auto­ri­tä­ren Ent­wick­lun­gen in Deutsch­land, Euro­pa und Welt­weit set­zen

Am Sams­tag, den 25.5.2019 wer­den ab 13 Uhr hun­der­te Men­schen gegen den zuneh­men­den gesell­schaft­li­chen Rechts­ruck pro­tes­tie­ren. Mit der Demons­tra­ti­on »Schul­ter an Schul­ter gegen Faschis­mus und Natio­na­lis­mus – für eine soli­da­ri­sche Gesell­schaft« soll einen Tag vor der Wahl zum Euro­pa­par­la­ment ein deut­li­ches Zei­chen gegen die rech­ten Ent­wick­lun­gen lokal und in Euro­pa gesetzt wer­den. Ein Zusam­men­schluss von Men­schen aus ver­schie­de­nen Initia­ti­ven ruft zur Teil­nah­me auf, um den Ruf nach einer soli­da­ri­schen Gesell­schaft laut zu machen.

»Wir sehen seit Jah­ren natio­na­lis­ti­sche und auto­ri­tä­re Kräf­te auf dem Vor­marsch. Dage­gen kämp­fen wir zusam­men mit eman­zi­pa­to­ri­schen Kräf­ten für eine soli­da­ri­sche Gesell­schaft. Unse­re Demons­tra­ti­on ist eine Ant­wort auf die Men­schen­ver­ach­tung und den Ras­sis­mus der völ­kisch-natio­na­lis­ti­schen AfD und ihren nahes­ten­den und nach­ei­fern­den Par­tei­en, deren ver­staub­te Frau­en- und Fami­li­en­bil­der, ihrer Leug­nung der men­schen­ge­mach­ten Kli­ma­kri­se und das Bekämp­fen von alter­na­ti­ven Kul­tur­pro­jek­ten.« sagt The­re­sa Mai­er, eine der Organisator*innen.

Die Demons­tra­ti­on fin­det ein Jahr nach der Haus­durch­su­chung wegen einer auf der 1.Mai-Demonstration getra­ge­nen pro­kur­di­schen Fah­ne im Akti­ons- und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­zen­trum Alham­bra in Olden­burg statt. Die Haus­durch­su­chung war und ist Teil einer lan­gen Rei­he von Repres­sio­nen, kur­di­sche und pro­kur­di­sche Men­schen in Deutsch­land sowie von lin­ken Grup­pen und Zen­tren in den letz­ten Jah­ren.

»Wir wol­len auch deut­lich machen, dass wir die all­ge­mei­nen auto­ri­tä­ren Ent­wick­lun­gen der Staa­ten, aus­ge­drückt durch ver­schärf­te Poli­zei­ge­set­ze wie erst ver­gan­ge­ne Woche hier in Nie­der­sach­sen, über die Abschot­tung Euro­pas gegen Migra­ti­on und Flucht bis hin zur faschis­ti­schen Regie­rung Erdo­gans in der Tür­kei nicht mit tra­gen und auch nicht hin­neh­men wer­den. Und das Alham­bra wird auch wei­ter­hin ein Raum für alter­na­ti­ve Kul­tur und rebel­li­sche Lebens­wür­fe sein, auch wenn das man­chen nicht passt.«

Die Demons­tra­ti­on beginnt am Sams­tag, den 25.Mai um 13 Uhr am Haupt­bahn­hof Süd in Olden­burg.

Es wer­den Rede­bei­trä­ge von See­brü­cke Olden­burg, offe­ner anti­fa­schis­ti­scher Treff Olden­burg, NAV-DEM Olden­burg, Ver­ein Städ­te­freund­schaft Olden­burg-Efrin, Fridays4Future, Kli­ma­kol­lek­tiv Olden­burg, femi­nis­ti­sches Refe­rat der Uni­ver­si­tät Olden­burg (Fem­Ref), Grup­pe Cir­cus im Natio­nal­so­zia­lis­mus (CINS) und von Akti­ven aus dem Alham­bra zu hören sein.


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