Fridays for Future – Im Kampf für die Zukunft

Am 15.03.2019 demons­trier­ten ca. 300.350 Schüler*innen und Stu­die­ren­de unter dem Namen »Fri­days for Future« in Deutsch­land für einen radi­ka­le­ren Kli­ma­schutz. Inter­na­tio­nal waren es noch weit­aus mehr, die Bewe­gung hat­te 2052 Streiks in 123 Län­dern ange­mel­det.

In Olden­burg kamen ca. 4000 jun­ge Men­schen für ihre Zukunft auf die Stra­ße. Die Demons­tra­ti­on begann um 12:00 Uhr am Bahn­hof und zog dann am Lap­pan und Juli­us-Mosen Platz vor­bei, bis zur Abschluss­kund­ge­bung am Schloss­platz. Die­se Mas­sen­pro­tes­te der Jugend zei­gen deut­lich auf, dass die der­zei­ti­ge Kli­ma­po­li­tik in keins­ter Wei­se mehr von der jun­gen Bevöl­ke­rung mit­ge­tra­gen wird.

Auch wenn in Deutsch­land mitt­ler­wei­le vie­le Politiker*innen das Enga­ge­ment der Demons­trie­ren­den loben, stell­te ein Red­ner klar: »Zustim­mung allein ist ja schön und gut, ver­än­dert aber gar nichts!« Die­ser Satz bezog sich dabei vor allem auf die Äuße­rung der Kanz­le­rin.

Ver­schie­de­ne Redner*innen haben hier kla­re Stand­punk­te der Bewe­gung deut­lich gemacht, so wird bei­spiels­wei­se Unter­stüt­zung für mehr Güter­ver­kehr auf der Schie­ne und weni­ger auf der Stra­ße, Steu­ern auf Flug­zeug­treib­stoff und ein här­te­res Vor­ge­hen gegen die Auto­mo­bil­bran­che gefor­dert. Die Demons­tra­ti­on am ver­gan­ge­nen Frei­tag stand dabei bun­des­weit unter dem Mot­to Ver­kehrs­wen­de und es wur­de mehr­fach erwähnt, dass Lösun­gen bereits durch Wissenschaftler*innen erforscht sein und die Poli­tik ledig­lich auf »die rich­ti­gen Exper­ten« hören müss­ten. Scharf wur­de auch der Ver­kehrs­mi­nis­ter  Andre­as Scheu­er kri­ti­siert und als »größ­ter Lob­by­ist der Auto­mo­bil­in­dus­trie« bezeich­net.

Wich­tig zu erwäh­nen ist aber auch: Die Redner*Innen beton­ten immer wie­der, dass auch die eige­ne Lebens­wei­se und das eige­ne Han­deln wich­tig sind und sag­ten laut und deut­lich: »Jede*r kann etwas tun und nie­mand kann mir erzäh­len, er kön­ne nichts  tun«. Hier­bei wur­de vor allem das Ach­ten auf den eige­nen Kon­sum und die eige­ne Mobi­li­tät her­vor­ge­ho­ben.

An den Pro­tes­ten der Jugend, als ers­te betrof­fe­ne Genera­ti­on, ist deut­lich zu sehen: Die Poli­tik muss sich radi­kal ändern! Weg von einem kapi­tal-schüt­zen­den und hin zu einem nach­hal­tig-kli­ma­schüt­zen­den Stand­punkt, der ein gutes Leben für alle nach­fol­gen­den Genera­tio­nen garan­tiert und den Kli­ma­wan­del end­lich effek­tiv bekämpft.

Sys­tem Chan­ge, not Cli­ma­te Chan­ge!