»Solidarität mit den politischen Gefangenen!«

So das Mot­to des seit 1923 von der Inter­na­tio­na­len Roten Hil­fe (IRH) jähr­lich am 18. März began­ge­nen »Inter­na­tio­na­len Tages der Hil­fe für die poli­ti­schen Gefan­ge­nen«« . Damit soll ein Bewusst­sein für die Lage der poli­ti­schen Gefan­ge­nen welt­weit erzeugt und ver­an­kert wer­den und Soli­da­ri­tät auf die­se Wei­se auch prak­tisch zum Aus­druck kom­men. So gin­gen in den 20er Jah­ren in allen Län­dern Men­schen für die Opfer poli­ti­scher Jus­tiz auf die Stra­ße, bei­spiels­wei­se für die unschul­dig in den USA zum Tode ver­ur­teil­ten Anar­chis­ten Sac­co und Van­cet­ti. Der Faschis­mus mach­te der Bege­hung die­ses Tages in Deutsch­land vor­läu­fig ein Ende, 1933 wur­de er von der NSDAP ver­bo­ten. Dar­an anknüp­fend gibt es seit 1996, auf Initia­ti­ve von Libertad und der Roten Hil­fe, wie­der einen Akti­ons­tag für die Frei­heit der poli­ti­schen Gefan­ge­nen, bun­des­weit ver­bun­den mit zahl­rei­chen Ver­an­stal­tun­gen und Aktio­nen.

Dazu erscheint eine regel­mä­ßig eine Son­der­aus­ga­be der Zeit­schrift der Roten Hil­fe. Der dies­jäh­ri­ge Schwer­punkt liegt auf der Pro­zess­füh­rung aus der Haft her­aus. Aktu­el­le Bei­spie­le dafür wer­den durch die Mit­glie­der lin­ker Exil­or­ga­ni­sa­tio­nen aus der Tür­kei und zahl­rei­che Aktivist*innen der G20-Pro­tes­te im Ham­burg auf­ge­zeigt. Aber auch Klimaaktivist*innen, Gefan­ge­ne aus der Schweiz, Bul­ga­ri­en, Grie­chen­land, dem Bas­ken­land, Chia­pas, den USA u.v.m. kom­men zu Wort. Erhält­lich ist die Zeit­schrift u.a. im Info­la­den Roter Strumpf, Her­mann­str. 83/Ol.

Die Rote Hil­fe ist eine Soli­da­ri­täts­or­ga­ni­sa­ti­on, die poli­tisch Ver­folg­te aus dem lin­ken Spek­trum unter­stützt. Sie kon­zen­triert sich auf poli­tisch Ver­folg­te aus der BRD, bezieht aber auch Ver­folg­te aus ande­ren Län­dern ein. Bun­des­weit ist sie in über 50 Orts­grup­pen aktiv. Nach­dem Bun­des­in­nen­mi­nis­ter Horst See­ho­fer im Dezem­ber 2018 ein Ver­bot der Roten Hil­fe for­der­te, erlebt der Ver­ein eine Wel­le der Unter­stüt­zung. So stieg die Mit­glie­der­zahl des Ver­eins seit See­ho­fers Äuße­rung auf aktu­ell 10.275 – 2016 hat­te die Rote Hil­fe erst 8.000 Mit­glie­der.