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Rukeli Trollmanns Kampf ums Leben

Die Doku­men­ta­ti­on »Gib­sy – Die Geschich­te des Boxers Johann Ruke­li Troll­mann« zeigt die tra­gi­sche Lebens­ge­schich­te des berühm­ten Sin­to-Boxers und die Umstän­de sei­nes Todes im KZ Neu­en­gam­me.

1933 gewann Ruke­li Troll­mann gegen Adolf Witt im Halb­schwer­ge­wicht und wur­de Deut­scher Meis­ter. Sei­ne her­aus­ra­gen­de Schnel­lig­keit und der furio­se Sieg mach­ten ihn in ganz Deutsch­land popu­lär. Kur­ze Zeit spä­ter erkann­te die Nazi-durch­setz­te Jury ihm den Titel mit einer faden­schei­ni­gen Begrün­dung wie­der ab. Im Zwei­ten Welt­krieg war sein trau­ri­ges Schick­sal besie­gelt, als er 1942 ins KZ Neu­en­gam­me depor­tiert wur­de. Auf­grund sei­ner Bekannt­heit als Box-Star wur­de er immer wie­der von SS-Funk­tio­nä­ren zu Box­kämp­fen her­aus­ge­for­dert und im Zuge des­sen von einem Kapo tot­ge­schla­gen.

Erst 2003 wur­de Troll­mann offi­zi­ell als Deut­scher Meis­ter im Halb­schwer­ge­wicht vom Bund Deut­scher Berufs­bo­xer e.V. (BDB) in die „Rie­ge der Deut­schen Meis­ter“ auf­ge­nom­men.

Der »Freun­des­kreis für Sin­ti und Roma in Olden­burg e.V.« zeigt am Sonn­tag, 17. März um 18.00 Uhr im Kul­tur­zen­trum Anna-Schwarz Rom­noK­her [1](Ste­din­ger St. 45a) das Doku­Dra­ma von Eike Besu­den, ver­bun­den mit einem klei­nen Kon­zert von Sin­ti Swing Olden­burg. Gleich­falls wird mit die­ser Ver­an­stal­tung die Aus­stel­lung »Comics über den Holo­caust« eröff­net.