»Ich möchte heute keine Rosen« – Frauen*kampftag in Oldenburg

»Yes means Yes and No means No!« Laut­stark zogen ges­tern über 200 Frau­en* jeden Alters anläss­lich des Inter­na­tio­na­len Frau­en­ta­ges am 8. März durch die Olden­bur­ger Innen­stadt. Bereits am Vor­mit­tag wur­de an einem Info­stand des Femi­nis­ti­schen Forums Olden­burg auf dem Rat­haus­markt über den Tag und die For­de­run­gen infor­miert. Der 8. März ist ein femi­nis­ti­scher Kampf­tag, ein Tag, an dem Frau­en* welt­weit auf die all­täg­li­che Dis­kri­mi­nie­rung von und Gewalt an Frau­en* auf­merk­sam machen und die For­de­rung nach Gleich­be­rech­ti­gung auf die Stra­ße tra­gen. Die­sen Kon­text stell­te Rose Behn, die die Demo ange­mel­det hat­te, gleich zu Beginn der Demons­tra­ti­on bei der Auf­takts­kun­ge­bung auf dem Schloss­platz klar: »Ich möch­te heu­te kei­ne Rosen – son­dern for­de­re fai­re Löh­ne, glei­chen Zugang zu allem für alle, ein Ende der sexua­li­sier­ten Gewalt, Geschlech­ter­gleich­heit, dis­kri­mi­nie­rungs­freie Spra­che und die Inte­gra­ti­on von femi­nis­ti­schen, anti­ras­sis­ti­schen und inter­sek­tio­na­len The­men in die All­ge­mein­bil­dung.«

Der Demons­tra­ti­ons­zug führ­te über die Ach­tern­stra­ße bis zum Lef­fers­eck und durch die Lan­ge Stra­ße zurück zum Rat­haus­markt. »Fight Sexism«,  »Kei­ne Luxus­steu­er auf Tampons/Binden« lau­te­ten die For­de­run­gen auf den Trans­pa­ren­ten, aber auch Klar­stel­lun­gen wie »My Body My Choice« und »Gerech­tig­keit kennt kein Geschlecht« waren zu sehen. Am Lef­fers­eck ertön­te Sire­nen­ge­heul aus dem Laut­spre­cher. Eini­ge Demons­tran­tin­nen leg­ten sich auf den Boden, um sich anschlie­ßend laut rufend wie­der zu erhe­ben. Die Per­for­mance mach­te deut­lich: Frau­en* sind stark, trotz Gewalt und Krieg.