Esther Bejarano, Microphone Mafia und CiNS gemeinsam im PFL

Quelle: Veranstalter*innen
Am Sams­tag, 02.02.2019 gibt es um 19.00 Uhr eine hoch­ka­rä­tig besetz­te Ver­an­stal­tung im PFL. Esther Beja­ra­no, Künst­le­rin und Auschwitz­über­le­ben­de gas­tiert gemein­sam mit der Micro­pho­ne Mafia und CiNS in Olden­burg.  Als eine der letz­ten Über­le­ben­den des Frau­en­or­ches­ters in Ausch­witz ist Esther Beja­ra­no bis heu­te mit ihren 94 Jah­ren äußerst wach für poli­ti­sche Fra­gen. Sie enga­giert sich gegen Faschis­mus und für Tole­ranz, setzt sich als Zeit­zeu­gin für Auf­klä­rungs­ar­beit in Schu­len und für Erin­ne­rungs­ar­beit ein und ist Mit­be­grün­de­rin und Vor­sit­zen­de des Ausch­witz – Komi­tees. Gemein­sam mit der Rap-Band Micro­pho­ne Mafia tourt sie seit 2009 von Ort zu Ort und bewegt das Publi­kum mit Lesun­gen aus ihrer Bio­gra­phie „Vom Mäd­chen­or­ches­ter zur Rap-Band gegen rechts“ und einem Song­pro­gramm, das in ver­schie­de­nen Spra­chen gesun­gen und als Rap neu inter­pre­tiert wird. Im ers­ten Teil der Ver­an­stal­tung wird von der Grup­pe CiNS die wah­re Geschich­te der ver­folg­ten, jüdi­schen Artis­tin Ire­ne Ben­to, die sich und Tei­le ihrer Fami­lie im Cir­cus Adolf Alt­hoff ver­ste­cken und so den Holo­caust über­le­ben konn­te, gezeigt. Durch artis­ti­sche Ein­la­gen und musi­ka­li­sche Live-Unter­ma­lung wird Gesche­he­nes leben­dig ver­mit­telt und Wege einer kri­ti­schen Erin­ne­rungs­kul­tur, die in naher Zukunft ohne Zeitzeug*innen aus­kom­men muss, auf­ge­zeigt.
Im Rah­men des Pro­jek­tes »Erin­nern für die Zukunft- Kei­ne Zukunft ohne Erin­nern« wird die Ver­an­stal­tung unter­stützt von der Stif­tung „Erin­ne­rung Ver­ant­wor­tung und Zukunft“ aus Ber­lin, der Olden­bur­gi­schen Land­schaft und der Ver­ei­ni­gung Nie­der­säch­si­scher Bil­dungs­in­itia­ti­ven. Nach­dem das Kon­zept im Früh­jahr 2018 abschlie­ßend bei einer Resi­denz der „Inter­na­tio­nal Art Rese­arch Loca­ti­on Schloß Bröllin“ ent­wi­ckelt wur­de, wird es am Mon­tag einen Durch­lauf die­ses ein­ma­li­gen Kon­zep­tes mit der IGS Flö­ten­teich geben. Teil­neh­men wird eben­falls eine Pro­jekt­grup­pe der OBS Evers­ten. Die Ver­an­stal­tung ist der Start­punkt zu einer bun­des­wei­ten Tour des Pro­jek­tes und wird den Namen der Stadt Olden­burg mit dem Kon­zept einer kri­ti­schen, leben­di­gen Erin­ne­rungs­kul­tur eng ver­knüp­fen. Das Kon­zept wird zu Beginn der Ver­an­stal­tung kurz vor­ge­stellt.
Ver­an­stal­tungs­be­ginn ist um 19.00 Uhr, Kar­ten gibt es an der Abend­kas­se.