Dem Vergessen entgegentreten – Erinnerungsgang 2018

Bild: www.erinnerungsgang.de

Am Sams­tag, den 10. Novem­ber beginnt um 15.00 Uhr der Erin­ne­rungs­gang, mit dem der jüdi­schen Opfer in Olden­burg gedacht wird. So wur­den am 10. Novem­ber 1938 jüdi­sche Män­ner unter den Augen der Olden­bur­ger Bevöl­ke­rung von der Poli­zei­ka­ser­ne am Pfer­de­markt (heu­ti­ge Lan­des­bi­blio­thek) zum Gerichts­ge­fäng­nis getrie­ben, um von dort in das KZ Sach­sen­hau­sen ver­bracht zu wer­den. Beim Erin­ne­rungs­gang wird die­ser Weg im Geden­ken an die Opfer des NS-Ter­rors schwei­gend nach­ge­gan­gen. Dem Ver­ges­sen ent­ge­gen­tre­ten – unter die­sem Titel wur­den auch drei Reden ver­öf­fent­licht, wel­che im Jahr 1988 zum 50. Jah­res­tag der Pogrom­nacht von den Rab­bi­nern Hen­ry G. Brandt und Leo Trepp sowie Micha­el Dax­ner, dem ehe­ma­li­gen Prä­si­den­ten der Uni­ver­si­tät Olden­burg, gehal­ten wur­den – Erin­ne­rungs­re­den für die Zukunft. Dies gilt auch und gera­de 30 Jah­re spä­ter zum 80. Jah­res­tag der Novem­ber­po­gro­me.

Ent­ge­gen­tre­ten ist ein akti­ver Vor­gang, so ist es der Wunsch der Lieb­frau­en­schu­le Olden­burg, die den dies­jäh­ri­gen Erin­ne­rungs­gang gestal­tet, dass gera­de vie­le jun­ge Men­schen in Olden­burg und über­all immer wie­der auf­ste­hen und dem Ver­ges­sen ent­ge­gen­tre­ten, für eine welt­of­fe­ne­re, tole­ran­te­re und gerech­te­re Gesell­schaft.

Der Erin­ne­rungs­gang beginnt im Innen­hof der Lan­des­bi­blio­thek am Pfer­de­markt.