Heute 17 Uhr: Soli-Demo anlässlich der versuchten Abholzung des Hambacher Forstes

 

Am heutigen Donnerstag will die Gruppe »Oldenburger Klimakollektiv« viele Menschen mobilisieren, die ein Zeichen setzen wollen gegen die versuchte Abholzung des Hambacher Forstes und gegen die Nutzung von Braunkohle als Energieträger. Den Aufruf der Veranstalter*innen dokumentieren wir im folgenden:


»*Demo-Hambi bleibt-Kohleausstieg jetzt!*

*Wir zeigen Solidarität mit der Besetzung des Hambacher Forst - *

*Am Donnerstag, den 27.09 um 17 Uhr am Hbf, Oldenburg*

Seit mehreren Wochen wird die Wald- und Wiesenbesetzung im Hambacher Forst unter massivem, teils stark gewaltvollem Polizeiaufgebot geräumt und die ersten Bäume gefällt. Mit der Besetzung, die schon seit 6 Jahren besteht, wollen die Aktivist*innen die Rodung durch RWE für den Braunkohleabbau verhindern. Die Räumung wollen wir nicht hinnehmen und zeigen uns am kommenden Donnerstag mit einer Demo unter dem Motto #Hambibleibt mit allen Aktivist*innen in und um den Hambacher Forst solidarisch. Die Besetzung ist nicht nur ein Symbol für den Kampf um Klimagerechtigkeit weltweit, sondern der letzte Schutz dieses einzigartigen Waldes. Im Namen der Profitgier hat RWE in den letzten Jahrzehnten bereits mehrere Dörfer zwangsumsiedeln lassen und mehr als 90% des Waldes abgeholzt. Nun soll der letzte Rest mit allen darin lebenden geschützten Arten der Braunkohle zum Opfer fallen. Dieser Wald bewegt nicht nur Umweltaktivist*innen, sondern stößt eine öffentliche Debatte auf politischer und gesellschaftlicher Ebene an.Am letzten Mittwoch kam es zu einem tragischen Unglück im Hambacher Forst: Ein Journalist stürzte aus einem Baum und starb. Dieser Unfall lässt Aktivist*innen tief traurig und fassungslos zurück. Uns fällt es schwer, jetzt den Protest fortzusetzen. Die Räumungen gingen jedoch schon am Freitag, 2 Tage nach dem Unglück, weiter, ohne Raum und Ruhe für Trauer zu lassen. 

Wir fordern ein Ende der Polizeimaßmahmen im Hambacher Forst, sowie den Erhalt des noch verbliebenden Waldes.

Gleichzeitig fordern wir einen sofortigen Kohleausstieg als ersten Schritt in Richtung Klimagerechtigkeit. Denn nicht nur in Hambacher Forst wird Braunkohle, der klimaschädlichste Energieträger, unter zerstörerischen Bedingungen abgebaut. Sei es für Braun- oder Steinkohle, der Abbau ist mit schweren Umweltschäden verbunden. Oft müssen Menschen ihr zu Hause verlassen. Giftige Einträge in Luft und Wasser in der Nähe der Abbauorte und Kraftwerke sorgen für schwere Folgen für Mensch,Tier und Natur. Gleichzeitig verursacht die Kohlenutzung ca. 40 Prozent der weltweiten energiebedingten Treibhausemissonen und trägt damit einen großen Teil zur Klimaerwärung bei.

Sei mit dabei und trage deinen bunten und vielseitigen Protest gemeinsam mit vielen anderen auf die Straße!«