»Ein Zeichen setzen«: AStA der Uni Oldenburg ruft zu Demo gegen rechte Gewalt auf

Bild: AStA Uni Oldenburg

Am Don­ners­tag den 13. Sep­tem­ber fin­det in Olden­burg eine Demons­tra­ti­on gegen rech­te Gewalt, Ras­si­mus und für eine welt­of­fe­ne Gesell­schaft statt. Zu der Demons­tra­ti­on ruft der All­ge­mei­ne Stu­die­ren­den­aus­schuss (AStA) der Carl von Ossietz­ky Uni­ver­si­tät Olden­burg auf. Die Demons­tra­ti­on star­tet um 15 Uhr am Haupt­bahn­hof Süd.

Die aus­führ­li­che Pres­se­mit­tei­lung des AStAs dazu fin­det ihr hier:

Jagd­sze­nen auf offe­ner Stra­ße und ein Angriff auf ein jüdi­sches Restau­rant. Ein “Adolf Hit­ler” skan­die­ren­der Mob und offen gezeig­te Hit­ler­grü­ße. Die Instru­men­ta­li­sie­rung eines Ver­bre­chens und in Gewalt aus­ar­ten­der Hass. Deutsch­land 2018.

Ist das nor­mal? Dies ist kei­ne rhe­to­ri­sche Fra­ge, denn Nor­ma­li­tät kehrt dann ein, wenn aus einem Bruch eine Kon­ti­nui­tät gemacht wird. Eine Woche nach #wirs­ind­mehr sind die Gegendemonstrant*innen wie­der in der Unter­zahl. In Chem­nitz konn­te beob­ach­tet wer­den, wie ein Tötungs­de­likt an einem Men­schen von rech­ten Kräf­ten instru­men­ta­li­siert wur­de, um Stim­mung gegen alles (ver­meint­lich) „Frem­de“ zu machen. Ramo­na A., eine der Stu­die­ren­den, die mit dem AStA die Demo plant, sagt dazu: “Die ver­ba­len Atta­cken und men­schen­ver­ach­ten­den Äuße­run­gen der AfD und unzäh­li­ger ande­rer rech­ter Grup­pen haben die Hemm­schwel­le für sinn­lo­sen Hass und Gewalt gesenkt. Anders ist es kaum zu erklä­ren, dass rech­te Zusam­men­rot­tun­gen am hell­lich­ten Tag und in aller Öffent­lich­keit Men­schen gejagt, atta­ckiert und beschimpft haben, die nicht in ihr Welt­bild pas­sen.” Das gro­ße Gegen­er­eig­nis #wirs­ind­mehr, wel­ches letz­te Woche 65000 Men­schen in Chem­nitz ver­sam­mel­te, droht zur Ein­tags­flie­ge zu ver­puf­fen. Es liegt an uns allen, Flag­ge zu zei­gen und klar zu zei­gen: Unse­re Repu­blik soll bunt – welt­of­fen – l(i)ebenswert sein! Es liegt an uns zu zei­gen, dass die­ser Kampf nicht nur in Chem­nitz geführt wird.

Denn dies ist kein Kampf zwi­schen “links und rechts”, kein Kampf zwi­schen “Bahn­hofs­klat­schern” und “Wut­bür­gern” – es ist ein Kampf zwi­schen der Zivil­ge­sell­schaft und denen, die mit ihrem Hass an unse­ren Grund­wer­ten rüt­teln. Es ist ein Kampf, der uns alle angeht, immer und über­all. Wer zusam­men mit Men­schen auf die Stra­ße geht, die unge­niert den rech­ten Arm erhe­ben und Lob­lie­der auf ihren gelieb­ten Füh­rer sin­gen, ist nicht besorgt, son­dern ein Teil des Pro­blems. Maxi­mi­li­an Schulz aus dem AStA-Sprecher*innenteam wirft dazu ein: “Wenn selbst eine Hele­ne Fischer – die Gali­ons­fi­gur des Unpo­li­ti­schen – die Stim­me erhebt, ste­hen uns har­te Zei­ten bevor. Das mag jetzt wie ein schlech­ter Witz mei­ner­seits klin­gen, aber es steht sym­bo­lisch für die Wen­de, die sich gera­de voll­zieht. Des­we­gen müs­sen wir gera­de jetzt dran blei­ben und zei­gen, dass wir #immer­noch­mehr sind.” Katha­ri­na Cor­leis, eben­falls aus dem AStA-Sprecher*innenteam, ergänzt: “Wir kön­nen hier in Olden­burg zwar nicht die Geschi­cke der Welt bestim­men. Was wir aber machen kön­nen, das ist ein Zei­chen zu set­zen. Und genau das wer­den wir tun.”

Lasst uns also gemein­sam auf die Stra­ße gehen,
damit klar wird, dass Ras­sis­mus, Faschis­mus, Anti­se­mi­tis­mus, Sexis­mus, LGBTI*phobie nir­gends einen Platz hat.

Lasst uns gemein­sam auf die Stra­ße gehen,
um den rech­ten Het­zern zu zei­gen, dass sie nicht die „schwei­gen­de“ Mehr­heit ver­tre­ten.

Lasst uns gemein­sam auf die Stra­ße gehen,
für Mensch­lich­keit, Viel­falt, demo­kra­ti­sche Debat­ten und eine nazi­freie Welt!

Lasst uns gemein­sam auf die Stra­ße gehen,
am Don­ners­tag, dem 13. Sep­tem­ber 2018 um 15 Uhr – Start: Bahn­hofs­vor­platz Süd.

Für eine welt­of­fe­ne, auf Indi­vi­du­en und nicht dem Volk beru­hen­de Gesell­schaft!