Aktuelle Informationen über die Situation in Êfrin

Verein "Städtefreundschaft OL-Êfrin"

Der kürz­lich gegrün­de­te Ver­ein »Städ­te­freund­schaft Olden­burg-Êfrin« lädt mit der For­de­rung »Für ein Ende der Besat­zung – Frei­heit für Afrin« für Don­ners­tag, den 30.08. um 18.00 Uhr zu sei­ner nächs­ten Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tung ein. Im Biblio­theks­saal der CvO-Uni­ver­si­tät berich­tet Danie­la Nischik, die im Mai ein Camp der aus Êfrin eva­ku­ier­ten Bevöl­ke­rung in Nord­sy­ri­en besucht hat, über die huma­ni­tä­re Lage und die For­de­run­gen der Geflüch­te­ten. Yavuz Fer­so­glu, Vor­stands­mit­glied des Demo­kra­ti­schen Gesell­schafts­zen­trums der Kurd*innen in Deutsch­land (NAV-DEM) infor­miert dar­über hin­aus über die aktu­el­le Situa­ti­on in Êfrin unter der tür­kisch-isla­mis­ti­schen Besat­zung und über die Per­spek­ti­ven des Wider­stands.

Die Ver­an­stal­tung mobi­li­siert auch für die Teil­nah­me an der von dem Bünd­nis »Rhein­me­tall ent­waff­nen – Krieg beginnt hier« orga­ni­sier­ten Demons­tra­ti­on am Sonn­tag, den 02.09. in Unter­lüß. Dort ist der Haupt­sitz der größ­ten deut­schen Rüs­tungs­fir­ma Rhein­me­tall. Mit den geplan­ten Akti­vi­tä­ten des Bünd­nis­ses soll ein kla­res Zei­chen gegen Rüs­tungs­pro­duk­ti­on und des­sen direk­te und indi­rek­te Fol­gen wie Krieg, Ter­ror, Flucht und Armut gesetzt wer­den. Neben der Demons­tra­ti­on sind in Unter­lüß bereits ab 29.08. ein Camp und ver­schie­dens­te Work­shops, Vor­trä­ge und Aktio­nen vor­ge­se­hen. Die Organisator*innen haben dabei zur Zeit mit aller­hand Schwie­rig­kei­ten sei­tens der Behör­den zu kämp­fen. Neu­es­ter Stand ist, dass das Ver­wal­tungs­ge­richt Lüne­burg ent­schie­den hat, dass es nicht mög­lich sein soll, auf dem Camp zu schla­fen!

„ Das ist ein Angriff auf unser Grund­recht zu demons­trie­ren“, empört sich der Pres­se­spre­cher vom Bünd­nis „Rhein­me­tall ent­waff­nen“ Mat­thi­as Ger­hard. Wenn Friedensaktivist*innen eine Woche in Unter­lüß demons­trie­ren wol­len, ist schla­fen auf dem Boden der Gemein­de schein­bar zuviel ver­langt. Im Gegen­satz dazu stel­len die Gemein­de und der Land­kreis dem Waf­fen­her­stel­ler Rhein­me­tall seit über 100 Jah­ren Infra­struk­tur zu Ver­fü­gung und das Kriegs­ge­rät wird auf den Unter­lü­ßer Stra­ßen trans­por­tiert.

„Wie soll das funk­tio­nie­ren?“ fragt Mat­thi­as Ger­hard, „es ist unmög­lich eine Woche lang zu demons­trie­ren, ohne sich aus­zu­ru­hen. Es gibt also einen offen­sicht­li­chen Zusam­men­hang zwi­schen unse­rer Ver­samm­lung und der Not­wen­dig­keit zu schla­fen. Dar­um haben wir von Beginn an in unse­rer Ver­an­stal­tung Schlaf­mög­lich­kei­ten vor­ge­se­hen. Die Behör­den han­deln poli­tisch und hof­fen, dass durch die Ein­schrän­kun­gen die Leu­te weg­blei­ben.“

Die Organisator*innen freu­en sich, wenn sich trotz der wid­ri­gen Umstän­de nie­mand davon abhal­ten lässt, nach Unter­lüß zu kom­men! Bus­kar­ten zur Demons­tra­ti­on am Sonn­tag, den 02.09. gibt es zum Soli-Preis von 5,- Euro bei der Ver­an­stal­tung.

Zur Unter­stüt­zung der recht­li­chen Aus­ein­an­der­set­zung bit­tet der Vor­be­rei­tungs­kreis um Spen­den auf fol­gen­des Kon­to:

Spen­den­kon­to:
Comm e.V.
GLS Bank, Stich­wort: Camp Unter­lüß
IBAN: DE64 4306 0967 2030 4204 47
BIC: GENODEM1GLS