Panzer für die ganze Familie – Der »Tag der Bundeswehr« in Oldenburg

Verändertes Bundeswehrplakat am Damm

Am Sams­tag den 09. Juli wird Olden­burg zu einem zen­tra­len Fest­ort des soge­nann­ten »Tag der Bun­des­wehr«. Neben Pan­zern, Artil­le­rie und ande­ren Waf­fen­sys­te­men wird auch Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­rin Ursu­la von der Ley­en auf dem Gelän­de der Hen­ning-von-Tre­sc­kow-Kaser­ne in Büm­mer­stede zu bewun­dern sein.

Mit dem Auf­ritt von der Ley­ens steht Olden­burg im poli­ti­schen Zen­trum der Fei­er­lich­kei­ten. Eine von ihr gehal­te­ne Rede soll bun­des­weit zu den 15 ande­ren Aus­tra­gungs­or­ten der Mili­tär­feie­rei über­tra­gen wer­den. Nach NWZ-Anga­ben soll die Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­rin auch die Sie­ger­eh­rung der Reser­vis­ten-Meis­ter­schaft durch­füh­ren.

Die Bun­des­wehr rech­net mit fünf­stel­li­gen Besucher*innenzahlen, etwa 20.000 allei­ne in Olden­burg. Mit der Reser­vis­ten-Meis­ter­schaft im Olan­tis, Flug­zeug­über­flü­gen, dem Flie­ger­horst als Park­platz und einem kos­ten­lo­sen Shut­tle von dort nach Büm­mer­stede wird das Mili­tär­fest nicht nur im Bereich der Kaser­ne, son­dern im gesam­ten Stadt­ge­biet spür­bar sein.

Kostspieliges Agit-Prop-Happening

Mit dem Mas­sen­spek­ta­kel ver­sucht die Bun­des­wehr unter ande­rem, ihre Nach­wuchs­pro­ble­me zu lösen und ihr Image auf­zu­bes­sern.
Das bun­des­weit statt­fin­den­de Agit-Prop-Hap­pe­ning wur­de 2015 ein­ge­führt, nach­dem die Bun­des­wehr, wie sie selbst sagt, »sage und schrei­be 60 Jah­re« auf ihren eige­nen Tag hat war­ten müs­sen.

Nicht immer pro­du­zier­te der Tag Bil­der im Sin­ne der Bun­des­wehr. So kur­sier­ten 2016 Bil­der, auf denen Kin­der mit Maschi­nen­ge­weh­ren han­tier­ten: Es hagel­te Kri­tik von Frie­dens­or­ga­ni­sa­tio­nen und Kin­der­hilfs­or­ga­ni­sa­tio­nen wie Ter­res des hom­mes, die seit Jah­ren gegen die Auf­nah­me von Min­der­jäh­ri­gen in der Bun­des­wehr kämp­fen.

Pla­kat an der Ammer­län­der Heer­stra­ße
Proteste auch in Oldenburg?

Bei frü­he­ren Ver­an­stal­tun­gen der Bun­des­wehr kam es immer wie­der zu Pro­tes­ten, die zum Bei­spiel auf Musik­ver­an­stal­tun­gen im Stadt­be­reich abziel­ten. Obwohl bis­her noch nichts zu geplan­ten Aktio­nen bekannt gemacht wor­den ist, rech­nen zumin­dest die Redak­teu­re der NWZ mit Pro­tes­ten. An 12 von 16 Stand­or­ten wur­den bereits Pro­tes­te ange­kün­digt.
Auf­fal­lend ist, dass die im Stadt­ge­biet der­zeit sehr prä­sen­ten Bun­des­wehr­pla­ka­te in letz­ter Zeit viel­fach ver­än­dert, ver­schö­nert oder gar ent­fernt wur­den. Auch betrof­fen davon sind Pla­ka­te, die auf den »Tag der Bun­des­wehr« hin­wei­sen sol­len.
Die Bun­des­wehr ver­sucht mit Ein­gangs­kon­trol­len und dem Ver­bot von gro­ßen Ruck­sä­cken mög­li­chen Stö­run­gen zuvor zu kom­men.

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antimilitaristin

das Olden­bur­ger frie­dens­bünd­nis macht einen info­stand zum »tag der Bun­des­wehr« am Pferdemarkt,uhrzeit habe ich lei­der nicht mehr behal­ten!