»NSU-Komplex auflösen!« – Lesung und Konzert mit Kutlu Yurtseven

Kut­lu Yurtseven liest aus dem Buch »Die haben gedacht, wir waren das – Migran­tIn­nen über rech­ten Ter­ror und Ras­sis­mus«. Zum NSU-Kom­plex sind inzwi­schen zahl­rei­che Publi­ka­tio­nen erschie­nen, die Sicht­wei­se der Betrof­fe­nen hat dabei bis­her wenig Raum bekom­men. Opfer und ihre Ange­hö­ri­gen, Per­sön­lich­kei­ten aus Publi­zis­tik, Wis­sen­schaft und Poli­tik, Akteur*innen der anti­ras­sis­ti­schen Arbeit, Bekann­te und Unbe­kann­te, alle­samt mit Migra­ti­ons­hin­ter­grund, neh­men in die­sem Buch Stel­lung, geben ihre Erfah­run­gen wie­der, beleuch­ten die Aus­wir­kun­gen des NSU-Ter­rors sowie der um sich grei­fen­den ras­sis­ti­schen Gewalt und schil­dern, wie das auf sie wirkt und was sie dabei bewegt.

»Der struk­tu­rel­le Ras­sis­mus, der im Fall NSU an allen Tat­or­ten sicht­bar wur­de, ist noch immer wirk­sam und zeigt sich in täg­li­chen ras­sis­ti­schen Über­grif­fen in Deutsch­land. Für die Ange­hö­ri­gen ist es uner­träg­lich, das nun bald ein zen­tra­les Kapi­tel der Auf­klä­rung geschlos­sen wer­den soll, ohne dass dabei Kon­se­quen­zen aus dem insti­tu­tio­nel­len Ras­sis­mus gezo­gen wur­den, der dazu geführt hat­te, dass die Opfer jah­re­lang zu Tätern erklärt wor­den waren.«

Die Ver­an­stal­tung is eine Mischung aus Lesung und Kon­zert und lädt anschlie­ßend zu Aus­tausch und Dis­kus­si­on ein.

Don­ners­tag, 8.2.18, 19 Uhr, Alham­bra, anschlie­ßend Vokü.

Eine Ver­an­stal­tung von der Pro­jekt­grup­pe CINS (Cir­cus im Natio­nal­so­zia­lis­mus) und Unterstützer*innen