Das Phantasma vom »Gender-Wahn«

Für den mor­gi­gen Don­ners­tag, den 30. Novem­ber hat das Auto­no­mes Femi­nis­ti­sches Refe­rat an der CvO-Uni Olden­burg eine Ver­an­stal­tung zu ver­schwö­rungs­theo­re­ti­schen Ele­men­ten in anti­fe­mi­nis­ti­schen Dis­kur­sen der soge­nann­ten Neu­en Rech­ten orga­ni­siert. In der Ankün­di­gung der um 18 Uhr im Hör­saal B/A11 begin­nen­den für all_no_gender offe­nen Ver­an­stal­tung heißt es:

Ob Staats­fe­mi­nis­mus, Frühse­xua­li­sie­rung von Kin­dern oder die angeb­li­che Sub­ven­tio­nie­rung der „Homo-Lob­by“, all dies führt in den Augen von AntifeministInnen1 dazu, an die geplan­te Ver­nich­tung des Männ­li­chen zu glau­ben und sich in ihrer Exis­tenz bedroht zu füh­len. Anti­fe­mi­nis­mus und Hete­ro­se­xis­mus kann neben Ras­sis­mus als the­ma­tisch wich­tigs­te Klam­mer defi­niert wer­den, die extrem Rech­te bis Kon­ser­va­ti­ve mit­ein­an­der ver­bin­det. Das Phan­tas­ma von der gefähr­de­ten weiß-deut­schen Heterofa­mi­lie taugt zu einer spek­tren­über­grei­fen­den Mobi­li­sie­rung. Fami­lie ist hier natür­lich nicht gleich Fami­lie. So stellt es zum Bei­spiel für die Zivi­le Koali­ti­on schein­bar kei­nen Wider­spruch dar, den Schutz der Fami­lie einer­seits zum höchsten Gut zu erhe­ben und ande­rer­seits gemein­sam mit der offen rech­ten Frei­en Welt für die Peti­ti­on Fami­li­en­nach­zug stop­pen! zu wer­ben.


Wir wol­len einen Blick auf ver­schwö­rungs­theo­re­ti­sche Ele­men­te in anti­fe­mi­nis­ti­schen Dis­kur­sen der soge­nann­ten Neu­en Rech­ten wer­fen, deut­lich machen, wie sie über die­se The­men eine Ver­net­zung zum Bei­spiel mit christ­lich-fun­da­men­ta­lis­tischen Abtrei­bungs­geg­ne­rInn­nen schaf­fen und über wel­che Publi­ka­tio­nen und Platt­for­men sie ihre Ideo­lo­gi­en ver­brei­ten und wel­che per­so­nel­len und inhalt­li­chen Über­schnei­dun­gen die­se Grup­pie­run­gen auf­wei­sen. Außer­dem wol­len wir uns damit beschäf­ti­gen, wie Stra­te­gi­en gegen anti­fe­mi­nis­ti­sche Bünd­nis­se aus­se­hen kön­nen.