dokumentiert: Oldenburger Klimaktivist*innnen erklären Solidarität mit dem »Widerstand im Hambacher Forst«

Am Wochen­en­de erreich­te uns eine Pres­se­mit­tei­lung von Olden­bur­ger Klimaaktivist*innen, die auf die bevor­ste­hen­den Räu­mun­gen und Rodun­gen im Ham­ba­cher Forst auf­merk­sam machen und sich mit dem dor­ti­gen Wider­stand soli­da­risch erklä­ren. Das Soli-Foto und die Erklä­rung sei­en hier doku­men­tiert.

»Olden­burg, 25.11.2017

Soli­da­ri­tät mit dem Wider­stand im Ham­ba­cher Forst

Das Urteil ist gefallen1: Die Kata­stro­phe geht wei­ter! Der Ham­ba­cher Forst, einer der ältes­ten Wäl­der Deutsch­lands und der letz­te sei­ner Art in ganz Euro­pa, darf wei­ter von dem Ener­gie­rie­sen RWE für die För­de­rung von Braun­koh­le gero­det wer­den. Seit 30 Jah­ren ver­schwin­det immer mehr von dem einst 5.500 ha gro­ßen Wald­ge­biet, mehr als 90% sind bereits den Bag­gern zum Opfer gefal­len.

In den letz­ten Mona­ten war RWE erneut mit dem Vor­ha­ben vor Gericht; der Bund für Umwelt und Natur­schutz Deutsch­land (BUND) hat­te eine Kla­ge ein­ge­reicht. Doch nach eini­gem Hin und Her hat das Ver­wal­tungs­ge­richt am Frei­tag die Zukunft des Ham­ba­cher Fors­tes besie­gelt. Seit Jahr­zehn­ten kämp­fen Umwelt­ak­ti­vist – und Umweltschützer*innen für die Erhal­tung die­ses ein­zig­ar­ti­gen Öko­sys­tems und den Schutz der dort leben­den Arten­viel­falt. Seit ca. 5 Jah­ren ist der Wald von Aktivist*innen bewohnt, die auf Bäu­men und am Boden gan­ze Dör­fer auf­ge­baut haben, um die  Rodun­gen mit ihren Kör­pern zu ver­hin­dern.

Doch es geht nicht nur um die Natur. Die Koh­le­bag­ger haben im Lau­fe der Jah­re einen gan­zen Land­strich auf­ge­ris­sen und aus­ge­höhlt. Gan­ze Dör­fer muss­ten dafür wei­chen – Geis­ter­dör­fer, die der­zei­tig abge­ris­sen wer­den oder noch dar­auf war­ten. Hun­der­te von Men­schen wur­den umge­sie­delt und für ande­re ist der Ham­ba­cher Forst die letz­te Bar­rie­re zu der rie­si­gen Gru­be. Wenn auch der letz­te Rest des Wald­stücks gero­det wird, leben sie neben einem zer­stör­ten trost­lo­sen Land­strich.
Wir wol­len uns soli­da­risch zei­gen, mit allen, die sich im Moment im Ham­ba­cher Forst befin­den und durch das Urteil in den nächs­ten Wochen mit gewalt­sa­men Räu­mungs­ak­tio­nen sei­tens der Poli­zei rech­nen müs­sen! Dafür pro­tes­tier­ten heu­te Klimaaktivist*innen aus Olden­burg vor dem Schloss mit der For­de­rung für den Erhalt des Ham­ba­cher Forsts und den sofor­ti­gen Braun­koh­le­aus­stieg.

Zeigt euch soli­da­risch! Mehr Infor­ma­tio­nen unter https://hambacherforst.org.«