Vortrag: Wirtschaft ohne Gesellschaft?

Am 07. Novem­ber um 18 Uhr hält Rein­hold Hedt­ke einen Vor­trag über die Sozio­öko­no­mi­sche Bil­dung als Gegen­kon­zept zu öko­no­mi­scher Bil­dung. Dazu der Ankün­di­gungs­text:

„Weit­ge­hend unbe­merkt voll­zieht sich ein Wan­del in unse­ren Schu­len: Die Leh­re der „rei­nen Wirt­schaft“ hält Ein­zug und domi­niert viel­fach die Lehr­plä­ne in den gesell­schafts­be­zo­ge­nen Fächern der wei­ter­füh­ren­den Schu­len. Die­ser Trend soll mit der Ver­an­stal­tung zum einen kri­tisch reflek­tiert wer­den. Zum ande­ren soll ein Gegen­konzept der sozio­öko­no­mi­schen Bil­dung skiz­ziert wer­den. Dazu refe­riert Rein­hold Hedt­ke, der mit ande­ren zusam­men im letz­ten Jahr die „Gesell­schaft für sozio­öko­no­mi­sche Bil­dung & Wissen­schaft“ gegrün­det hat. In deren Grün­dungs­er­klä­rung heißt es:

„Gegen­wär­tig lösen vie­le wirt­schafts­wis­sen­schaft­li­che Curricu­la den Gegen­stands­be­reich Wirt­schaft aus sei­nen gesellschaft­lichen, poli­ti­schen, his­to­ri­schen und kul­tu­rel­len Kon­tex­ten. Dies beför­dert ein­sei­ti­ge Welt­bil­der und unter­kom­ple­xe Problem­wahrnehmungen, begrenzt Gestal­tungs­op­tio­nen und erschwert oder ver­un­mög­licht Pro­blem­lö­sun­gen. Des­halb bedarf es proble­morientierter, inter­dis­zi­pli­nä­rer und plu­ra­ler Her­an­ge­hens­wei­sen an gesell­schaft­li­che Pro­blem­la­gen und poli­ti­sche Herausforde­rungen. Öko­no­mi­sche Fra­ge­stel­lun­gen müs­sen in ihren sozia­len, öko­lo­gi­schen, poli­ti­schen und kul­tu­rel­len Zusam­men­hän­gen ana­lysiert und reflek­tiert wer­den.“

Gera­de ange­sichts des Auf­stiegs rechts­na­tio­na­lis­ti­scher Kräf­te er­scheint die Not­wen­dig­keit eines sol­chen poli­ti­schen und sozioö­konomischen Bil­dungs­kon­zep­tes mehr denn je not­wen­dig.“