Argumente, warum man gegen das G20-Treffen protestieren sollte [Teil 2]

Bild: Michael Movchin via Wikimedia Commons (Lizenz: CC BY-SA 3.0)

Das Tref­fen der G20 rückt mit gro­ßen Schrit­ten näher. Aber auch die Vor­be­rei­tun­gen von Pro­tes­ten sind in vol­lem Gan­ge.
Für alle, die sich fra­gen, war­um der Pro­test gegen das Tref­fen der G20 eigent­lich sinn­voll sein kann, möch­ten wir noch ein paar Argu­men­te lie­fern.
Die Argu­men­te wur­den von einem Mit­glied des Lin­ken Forums Olden­burg erar­bei­tet und im Rah­men einer Mobi­li­sie­rungs­ver­an­stal­tung bereits vor­ge­tra­gen:

 

Wie ist die Kli­ma­bi­lanz der teil­neh­men­den Län­der?

Land Zu erwar­ten­de Erd­er­wär­mung, wenn sich alle Län­der so ver­hal­ten wür­den (Pari­ser Abkom­men: Begren­zung auf max. 2°C)
Argen­ti­ni­en 3–4 °C
Aus­tra­li­en 3–4 °C
Bra­si­li­en 2–3°C
Volks­re­pu­blik Chi­na nicht bewer­tet
Deutsch­land nicht bewer­tet
Frank­reich nicht bewer­tet
Ver­ei­nig­tes König­reich nicht bewer­tet
Indi­en 2–3°C
Indo­ne­si­en 2–3°C
Ita­li­en nicht bewer­tet
Japan 3–4 °C
Kana­da 3–4 °C
Süd­ko­rea 3–4 °C
Mexi­ko  nicht bewer­tet
Russ­land 3–4 °C
Sau­di-Ara­bi­en 3–4 °C
Süd­afri­ka 3–4 °C
Tür­kei 3–4 °C
Ver­ei­nig­te Staa­ten 3–4 °C
Euro­päi­sche Uni­on  2–3°C

Alle Daten stam­men von der Web­sei­te: climateactiontracker.org eine wis­sen­schaft­li­che Grup­pe, die u.a. die Umset­zung der Pari­ser Kon­fe­renz zur Redu­zie­rung des CO2-Aus­sto­ßes über­wacht. Die Grup­pe wird u.a. auch vom deut­schen Umwelt­mi­nis­te­ri­um mit­ge­för­dert.
Das Dia­gramm betrifft nicht den rea­len Aus­stoß der G20 Län­der: da lie­gen alle Län­der sowie­so im obers­ten Bereich. Es bezieht sich viel­mehr auf die Vor­la­ge und prak­ti­sche Poli­tik bezüg­li­che der Umset­zung der Pari­ser Kli­ma­be­schlüs­se seit 2015 – also auf die Anstren­gun­gen, die seit­dem unter­nom­men wur­den, um die zuge­sag­ten Zie­le poli­tisch umzu­set­zen und ent­spre­chen­de Maß­nah­men ein­zu­lei­ten. Es geht also um rea­le Schrit­te. Dabei befin­det sich kei­nes der G20 Län­der im grü­nen Bereich (wobei nicht alle bewer­tet wur­den). Statt­des­sen bewe­gen sich die beschlos­se­nen Maß­nah­men von 10 der G20 Län­der auf einen Tem­pe­ra­tur­an­stieg von 3–4 Grad zu.