Gegen den AfD-Bundesparteitag in Köln

Am heu­ti­gen Mitt­woch fin­det um 19.30 Uhr im Alham­bra ein Vor­trag zu der anti­fa­schis­ti­schen Mobi­li­sie­rung gegen den Bun­des­par­tei­tag der AfD am 22.April 2017 in Köln statt. Der Offe­ne Anti­fa­schis­ti­sche Treff hat hier­für Referent_innen des Zusam­men­schlus­ses »Natio­na­lis­mus ist kei­ne Alter­na­ti­ve« (NIKA) aus Nord­rhein-West­fa­len ein­ge­la­den. In der Ankün­di­gung heißt es:

Der bun­des­deut­sche Rechts­ruck lässt sich nicht den­ken ohne des­sen domi­nan­tes­ten Aus­druck und wort­mäch­tigs­te Stich­wort­ge­be­rin: Die auto­ri­tä­re, völ­ki­sche Par­tei AfD. Die­se dient momen­tan einer Koali­ti­on aus unter­schied­lichs­ten rech­ten Kräf­ten sowohl als Platt­form, ihre Vor­stel­lun­gen in einer für den bür­ger­li­chen Dis­kurs legi­ti­men Form zu äußern, als auch als Ver­tre­tung ihrer Inter­es­sen in den Par­la­men­ten.

Wer nicht möch­te, dass der AfD ein ähn­li­cher Erfolg wie Donald Trump oder der öster­rei­chi­schen FPÖ beschie­den ist, soll­te einen grund­le­gen­den Feh­ler nicht machen: Es ist nicht MIT der AfD zu reden, son­dern ÜBER sie. Unse­re Argu­men­te rich­ten sich nicht an die über­zeug­ten Brandstifter*innen, die das in der Bevöl­ke­rung vor­han­de­ne auto­ri­tä­re Res­sen­ti­ment kana­li­sie­ren, arti­ku­lie­ren und legi­ti­mie­ren. Sie rich­ten sich an die, die die ras­sis­ti­sche, sexis­ti­sche Pro­pa­gan­da der AfD nicht mehr ertra­gen wol­len und das Gefühl haben, deren Auf­stieg hilf­los zuzu­se­hen.

Dass Wider­stand gegen die AfD sinn­voll ist, und der Ver­such der bür­ger­li­chen Gesell­schaft, ihr auf­Au­gen­hö­he zu begeg­nen, ledig­lich zu ihrer Legi­ti­ma­ti­on und damit ihrer wei­te­ren Kon­so­li­die­rung führt, zei­gen die letz­ten Mona­te ein­drucks­voll. Bereits die Andro­hung brei­ter Pro­tes­te mit dem Ziel den Par­tei­tag zu ver­hin­dern, hat ihren ste­ti­gen Sie­ges­zug in den Umfra­gen gedämpft und die hef­ti­gen inter­nen Macht­kämp­fe wie­der auf­schei­nen las­sen.

Die AfD zu bekämp­fen, heißt, ihr kon­se­quent den Raum für ihre auto­ri­tä­re Pro­pa­gan­da strei­tig zu machen. Die AfD lebt von ihrer Legi­ti­ma­ti­on, eine Par­tei wie jede ande­re zu sein. Zu die­ser Legi­ti­ma­ti­on ist der Land­tags­wahl­kampf in NRW ein wich­ti­ger Schritt. Es ist an uns, klar zu stel­len, dass Ras­sis­mus, Natio­na­lis­mus und Sexis­mus der AfD nie­mals akzep­ta­ble Posi­tio­nen sind, egal wie vie­le Wähler*innen sie unter­stüt­zen.

Ein Wider­spruch gegen die AfD und ihren völ­ki­schen Schwach­sinn bedeu­tet daher aber eben bedingt durch sei­ne inhalt­li­che und ana­ly­ti­sche Kri­tik nicht, dass er nur als Debat­ten­bei­trag dar­ge­reicht wird, son­dern muss zwin­gend die Form haben, wel­che wir ihm geben: Das Ver­hin­dern des Par­tei­ta­ges der AfD mit allen not­wen­di­gen Mit­teln!

In die­sem Vor­trag möch­ten wir euch über den Wer­de­gang der AfD im ver­gan­ge­nen Jahr infor­mie­ren. Wir möch­ten zei­gen, wie sie sich zu der gesell­schaft­li­chen Situa­ti­on der brei­ten auto­ri­tä­ren For­mie­rung, die all­ge­mein als „Rechts­ruck“ bezeich­net wird, ver­hal­ten hat.

Nach dem inhalt­li­chen Teil möch­ten wir euch vor­stel­len, was wir der AfD für ihre Zukunft wün­schen, und was wir pla­nen, um den Bun­des­par­tei­tag in Köln am 22.04.17 zum Desas­ter zu machen. Außer­dem wer­den wir Mobi-Mate­ri­al für euch dabei haben.