Der Kuaför aus der Keupstraße

Am Frei­tag, dem 24. März 2017 wird um 19.00 Uhr in der IBIS-Hal­le in der Klä­ve­mann­stra­ße 14 der Film »Der Kua­för aus der Keup­stra­ße« gezeigt. Der Film erzählt die Geschich­te des Nagel­bom­ben­an­schlags vor einem tür­ki­schen Fri­sör­sa­lon in der Köl­ner Keup­stra­ße am 9. Juni 2004. Er kon­zen­triert sich dabei auf die Fol­gen für die Opfer und ihre Ange­hö­ri­gen, gegen die als Haupt­ver­däch­ti­ge jah­re­lang ermit­telt wur­de. Der Film rekon­stru­iert die Ermitt­lun­gen der Poli­zei anhand der Ver­hör­pro­to­kol­le und es wird deut­lich, dass als Täter für die Poli­zei vor allem die Opfer in Fra­ge kamen. Ein aus­län­der­feind­li­ches Motiv wur­de wei­test­ge­hend aus­ge­blen­det. Erst Jah­re spä­ter wur­de der Anschlag dem soge­nann­ten Natio­nal­so­zia­lis­ti­schen Unter­grund (NSU) zuge­ord­net.

Auf ein­drück­li­che Wei­se zeigt DER KUAFÖR AUS DER KEUPSTRASSE wie tief­grei­fend der Bom­ben­an­schlag, aber auch die Ver­däch­ti­gun­gen danach, das Leben im Köl­ner Stadt­teil Mül­heim erschüt­tert haben. So wie in Köln wur­den auch in den ande­ren Städ­ten, in denen der NSU gemor­det hat, zumeist die Ange­hö­ri­gen und ihr Umfeld ver­däch­tigt. Der Film eröff­net die Dis­kus­si­on über die Fra­ge einer struk­tu­rel­len Frem­den­feind­lich­keit in Deutsch­land auf eine neue Art, näm­lich aus der Per­spek­ti­ve der Betrof­fe­nen.

Die Film­vor­füh­rung ist Teil der Olden­bur­ger »Inter­na­tio­na­len Wochen gegen Ras­sis­mus 2017″, ver­an­stal­tet vom neu-eröff­ne­ten Regio­nal­bü­ro Nord/West der »Mobi­len Bera­tung gegen Rechts­ex­tre­mis­mus-für Demo­kra­tie«, der Olden­bur­ger Koor­di­nie­rungs­stel­le gegen Rechts­ex­tre­mis­mus und des Olden­bur­ger Flucht­mu­se­um.