Marine Le Pen. Tochter des Teufels. Vom Aufstieg einer gefährlichen Frau und den Rechtsruck in Europa

Am Donnerstag, 16. März 2017, liest die in Frankreich lebende Journalistin Tanja Kuchenbecker ab 19.00 Uhr bei IBIS aus der Biografie "Marine Le Pen – Tochter des Teufels". Seit Marine Le Pen im Januar 2011 von ihrem Vater Jean-Marie Le Pen die Führung der ausländerfeind-lichen, antiislamischen, rechtextremistischen Front National (FN) übernommen hat, eilt die Partei von Erfolg zu Erfolg. Ihr großes Ziel: die Präsidentschaft im Mai 2017 – und ihre Partei neben den Sozialis-ten und konservative Republikaner als dritte große Kraft zu etablieren. Die Chancen dafür stehen nicht schlecht, denn mit jeder Wahl wächst die Zahl der Stimmen. Gleichzeitig ist Frankreich eines der wich-tigsten und einflussreichsten Länder der Welt. Es ist Atommacht, hat einen permanenten Sitz im Weltsi-cherheitsrat, ist zentraler Partner in Europa. Nun steht das Land vor einem epochalen Einschnitt – mit großen Auswirkungen für Europa und die Welt.

Tanja Kuchenbecker lebt seit mehr als zwei Jahrzehnten in Frankreich und hat als Journalistin den beispiellosen Aufstieg des Front National und Marine Le Pens aus nächster Nähe verfolgt, auch in per-sönlichen Begegnungen. Anschaulich und voller spannender, unbekannter Details beschreibt sie in ihrer Biografie "Marine Le Pen – Tochter des Teufels" deren Weg, Motive und Strategie. Dazu fragt sie: Wie konnten die Ziele und Werte des FN bis in die breite Gesellschaft hinein salonfähig werden? Und wie kommt es, dass Marine Le Pen als die Vorreiterin einer neuen europäischen Bewegung am rechten Rand gilt, als Vertreterin eines gefährlichen Zeitgeistes, exzellent vernetzt mit den rechtsextremen Par-teien in Deutschland, Polen, Ungarn, Österreich und Großbritannien? Ihr Erfolg ist eine Warnung für Europa. In vielen Teilen ist ein Rechtsruck längst deutlich zu spüren, Aggressionen und Fremdenhass nehmen zu. Tanja Kuchenbecker gelingt mit dieser Biografie nicht nur das Porträt einer furchteinflößenden Politikerin, sondern auch eine klare Analyse der Gefahren für Deutschland und Europa.

Die Lesung ist Teil der Oldenburger "Internationalen Wochen gegen Rassismus 2017", veranstaltet vom neu-eröffneten Regionalbüro Nord/West der "Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus-für Demokratie", der Oldenburger Koordinierungsstelle gegen Rechtsextremismus und des Oldenburger Fluchtmuseum.

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handfeste

mit einer »ver­teu­fe­lung« von fach­is­t_in­n_en kom­men wir nicht wei­ter im anti­fa­schis­ti­schen kampf!
denn das sind kei­ne durch­ge­knall­ten Psychos,keine men­schen aus dem Welt­all oder irgend­wel­che science-fiction»Held_inn_en«,sondern hand­fes­te Faschist_inn_en,die ideo­lo­gi­sch ver­mut­li­ch noch bes­ser sind als wir,weil wir uns ja nicht stän­dig die­se Über­zeu­gung über­prü­fen las­sen!

Mats

»Toch­ter des Teu­fels«?
Geht´s noch?

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