One Billion Rising – Oldenburg erhebt sich

Olden­burg schließt sich auch 2017 der welt­wei­ten Kam­pa­gne „One Bil­li­on Rising“ (deutsch „eine Mil­li­ar­de erhebt sich“) an: Frau­en und Män­ner, Mäd­chen und Jun­gen sind auf­ge­ru­fen am Diens­tag, 14. Febru­ar, ab 16 Uhr gemein­sam auf dem Schloss­platz auf Gewalt gegen Frau­en auf­merk­sam zu machen und sich für Wert­schät­zung, Selbst­be­stim­mung, Respekt und Gerech­tig­keit ein­zu­set­zen. Die Kam­pa­gne setzt ein deut­li­ches Signal gegen Gewalt an Frau­en und Mäd­chen und weist dar­auf hin, dass sta­tis­tisch gese­hen welt­weit jede drit­te Frau von Gewalt betrof­fen ist – eine Mil­li­ar­de sind rund ein Drit­tel der weib­li­chen Welt­be­völ­ke­rung.

„Die Ver­an­stal­tung macht welt­weit dar­auf auf­merk­sam, dass es noch immer zu viel geschlechts­spe­zi­fi­sche Gewalt gibt, die wir nicht tole­rie­ren. Betrof­fe­ne und Unter­stüt­zen­de erhe­ben sich gemein­sam gegen die­sen Miss­stand und set­zen mit vie­len ande­ren ein deut­li­ches Zei­chen“, so Wieb­ke Oncken, Gleich­stel­lungs­be­auf­trag­te der Stadt Olden­burg. „Hier vor Ort ist es uns außer­dem wich­tig, mit Nach­druck auch die Gewalt gegen Les­ben, Schwu­le, Bi‑, Trans‑, Inter- und Queer­men­schen (LSBTI*Q), anzu­pran­gern, die auf­grund ihrer sexu­el­len Ori­en­tie­rung oder Iden­ti­tät eben­falls häu­fig star­ker Dis­kri­mi­nie­rung aus­ge­setzt sind.“

Am Akti­ons­tag sorgt bereits ab 15.45 Uhr die Sam­ba­schu­le Evers­ten laut­stark auf dem Schloss­platz für gute Stim­mung. Die Sän­ge­rin, Schau­spie­le­rin, Tän­ze­rin und Mode­ra­to­rin Annie Heger führt durch den Nach­mit­tag und lei­tet gemein­sam mit zwei wei­te­ren Tän­ze­rin­nen die Cho­reo­gra­fie zum  Kam­pa­gnen­song „Break the Chain“ an. Für den Tanz sind kei­ne Vor­kennt­nis­se erfor­der­lich. Für alle, die den­noch vor dem 14. Febru­ar üben möch­ten, haben Tän­ze­rin­nen des Bür­ger­fel­der Tur­ner­bun­des ein Video erstellt. Der Nach­mit­tag wird musi­ka­lisch unter­stützt durch eine DJa­ne, sodass nicht nur zum Kam­pa­gnen­song getanzt wer­den kann.

„Welt­weit in Soli­da­ri­tät gegen Gewalt ver­bun­den zu sein, gibt Mut und Zuver­sicht, dass Gewalt gegen Frau­en und Mäd­chen irgend­wann der Ver­gan­gen­heit ange­hö­ren wird“, erklärt Rita Schil­ling, von der Fach­be­ra­tungs­stel­le Wild­was­ser gegen sexua­li­sier­te Gewalt.

Die welt­wei­te Kam­pa­gne wur­de 2012 von der Künst­le­rin und Akti­vis­tin Eve Ens­ler initi­iert. Seit­dem schlie­ßen sich immer mehr Städ­te auf allen Kon­ti­nen­ten dem Auf­ruf an, sich gegen Gewalt an Frau­en und Mäd­chen stark zu machen und Soli­da­ri­tät mit den Opfern zu zei­gen. In Olden­burg wird die Akti­on vom Gleich­stel­lungs­bü­ro der Stadt Olden­burg, dem Prä­ven­ti­ons­rat Olden­burg, dem Auto­no­men Frau­en­haus e. V., Wild­was­ser Olden­burg e. V., dem Zen­trum für Frau­en-Geschich­te Olden­burg e. V. und  dem Mäd­chen­haus Olden­burg e. V. orga­ni­siert.

Pres­se­mit­tei­lung der Stadt Olden­burg