Einigung vertagt

Im Streit um das Urheberrecht "digitaler Semesterliteratur" haben sich Hochschulen, Kultusministerkonferenz und die Verwertungsgesellschaft Wort (VG Wort) auf eine Übergangsregelung geeinigt. Damit wird die zum Jahresende geplante Löschung digitaler Literatur aus gängigen digitalen Lernplattformen wie Stud.IP nicht stattfinden.

Ursprünglich hatte die VG Wort angekündigt die pauschale Abrechnung urheberrechtlich geschützter digitaler Werke zum 31.12.2016 mit Berufung auf ein Urteil vom Bundesgerichtshof auslaufen zu lassen und den Hochschulen einen Vertrag zur Einzelabrechnung vorgelegt. Die Hochschulen weigerten sich jedoch diesen Vertrag zu unterschreiben, da der bürokratische Aufwand schlichtweg zu groß sei.

Wie es weiter geht, bleibt abzuwarten. Bis Ende September 2017 haben die Beteiligten nun Zeit eine Lösung zu finden. Ob die Bibliothekskopierer im Oktober einen regelrechten Ansturm erleben werden und die Lehre einen Schritt zurück ins analoge Zeitalter macht, wird sich zeigen.

Infos zum Thema unter urheberrechtsbuendnis.de

 

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