›Yin und Jascha‹ – ein Kinderbuch zum Thema queere und zweisprachige Familien

End­lich ist wie­der Kin­der­gar­ten und Jascha hüpft freu­dig auf­ge­regt durchs Zim­mer, bevor er sich an den Hän­den von sei­nen Eltern, Mar­tin und Leo, auf den Weg macht. Sie kom­men zeit­gleich mit Jaschas Freun­din Yin an, die von Yue und Uwe beglei­tet wird. Die ande­ren Kin­der spie­len schon Hoch­zeit mit Ver­klei­den. Yin und Jascha spie­len anders Fami­lie. Sie bau­en sich ein Zelt für alle Men­schen, mit denen sie zusam­men leben wol­len, suchen sich Tie­re, haben Erd­bee­ren und Nudel-Blu­men aus Bau­klöt­zen und gril­len Stock­brot. Lukas und Yas­mi­na fra­gen, ob Yin und Jascha so leben. Yin ant­wor­tet: »Nö, aber viel­leicht will ich ja so woh­nen!«

Zusam­men mit Noah ent­spannt sich ein Gespräch dar­über, wie Yin mit ihren musi­ka­li­schen Eltern lebt, wel­che Spra­chen sie spricht und wie toll sie Skate­board fah­ren kann – und noch viel mehr. Die ande­ren Kin­der spie­len Yins Fami­lie mit ihr nach, erzäh­len von ihren eige­nen, den Spra­chen, die sie spre­chen und wie sie woh­nen. Man­ches wuss­ten sie noch nicht von­ein­an­der, eini­ges klingt ähn­lich. Jascha erzählt auch, wie er mit Papa Mar­tin, Mama­pa­pa Leo und Hund Ruco­la zusam­men­wohnt. Und wen es noch alles in sei­ner Fami­lie gibt: vie­le Freund_innen, Tan­ten, Omas, Opas und Onkel. Die Kin­der bau­en sich einen Bus, um alle Men­schen, die sie mögen, besu­chen fah­ren zu kön­nen.

Inspi­ra­tio­nen zu die­sem Buch sind Eno R. Liedt­ke aus dem eige­nen Zusam­men­le­ben gekom­men und sind selbst illus­triert. Der Klap­pen­text ver­weist auf den Wunsch, mit die­sem Buch, in wel­chem haupt­säch­lich das Erle­ben eines Kin­des aus einer chi­ne­sisch-deut­schen und eines Kin­des aus einer quee­ren Fami­lie mit einem Trans*Elternteil geschil­dert wird, alle Kin­der stolz auf ihre Fami­li­en zu machen und sie zu ermu­ti­gen, ihre Geschich­ten zu tei­len.

Das Buch gibt es kos­ten­los zum Down­load und Selbst­aus­dru­cken (und wer will auch aus­ma­len) bei unten­ste­hen­dem Link. Auf Eno R. Liedt­kes Home­page fin­det sich zusätz­lich ein Ver­weis auf das von Liedt­ke über­setz­te »Fami­li­en­buch«, in dem ver­schie­de­ne Fami­li­en­kon­stel­la­tio­nen und Wege, wie gro­ße Men­schen zu klei­nen Men­schen kom­men und klei­ne zu gro­ßen, vor­ge­stellt wer­den.

Zusätz­lich gibt es im Info­la­den roter stumpf eini­ge aus­ge­druck­te Exem­pla­re zum mit­neh­men. Der Info­la­den öff­net jeden Don­ners­tag von 18–21h sei­ne Türen.