Umzug gelungen: Der Oldenburger Punk-A-Platz in neuer Nach­bar­schaft

Ganz in der Nähe des Drie­la­ker Sees ste­hen eini­ge Bau- und Wohn­wa­gen, in denen vie­le Men­schen und Hun­de ihre frei­en Minu­ten ver­brin­gen. Die Rede ist vom Punk-A-Platz Olden­burg. Seit etwa 17 ½ Jah­ren exis­tiert die­ser Platz, doch nicht die gan­ze Zeit haben wir auf dem aktu­el­len Gelän­de ver­bracht. Bis vor zwei Jah­ren stan­den unse­re Wagen noch direkt an der Hun­te, bis dort letz­tes Jahr der Bau des neu­en Wen­de­be­ckens star­te­te.

Die Geschich­te des Plat­zes begann bereits 1998. Damals wur­de das alte Don­ner­schweer Sta­di­on, wel­ches von Punks besetzt war, geräumt. Danach ver­trie­ben sich die Punks ihre Zeit in der Innen­stadt, doch auch dort waren wir nicht will­kom­men. Die Fra­ge nach einer Alter­na­ti­ve für uns stand also im Raum. Dar­aus ent­stand der alte Punk-A-Platz neben der Eisen­bahn­brü­cke. Heu­te wird der Punk-A-Platz von vie­len unter­schied­li­chen Men­schen von aller­orts und jeden Alters genutzt.

Der Umzug zum neu­en Platz gestal­te­te sich zunächst schwie­rig, schließ­lich soll­ten wir direkt neben die Klein­gar­ten­an­la­ge Ostern­burg umge­sie­delt wer­den. Doch das letz­te Jahr zeig­te, dass die anfäng­li­chen Beden­ken in Zukunft kei­ne Rol­le mehr spie­len soll­ten. Auch die Anwohner_innen die­ser Gegend waren uns gegen­über zunächst nicht gera­de posi­tiv gestimmt. Mitt­ler­wei­le gestal­ten wir zusam­men das Ostern­bur­ger Stadt­teil­fest.

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Wir waren anfäng­lich mit der neu­en Platz­aus­wahl nicht gera­de zufrie­den, schließ­lich soll­ten wir von einem wun­der­schö­nen, grü­nen Gelän­de auf eine auf­ge­schot­ter­te Wie­se zie­hen… Aber ein neu­er Platz muss­te eben her. Somit kön­nen wir nun sagen: Nicht nur wir haben uns an die neue Umge­bung, son­dern die Nach­bar­schaft hat sich auch an uns gewöhnt.

Im letz­ten Jahr ist viel auf dem neu­en Gelän­de pas­siert. Neue Wagen kamen dazu und die Nutzer_innen haben sich ihre Räu­me gestal­tet durch Ter­ras­sen aus Palet­ten, Bee­te für Kräu­ter oder sons­ti­ge Ide­en. Wir haben eine Büh­ne gebaut, eine neue Feu­er­stel­le ange­legt und in die­sem Som­mer folgt noch eine Holz­hüt­te als Auf­ent­halts­raum für Alle. Die­se Groß­pro­jek­te ver­dan­ken wir den Unterstützer_innen, wel­che unse­re Soli-Ver­an­stal­tun­gen besu­chen. Die­se fin­den im Som­mer auf dem Platz und im Win­ter im Alham­bra statt.

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Wir zei­gen poli­ti­sche Fil­me, machen Kon­zer­te oder hal­ten Vor­trä­ge, gril­len, kochen oder schmei­ßen die ein oder ande­re Par­ty. Seit­dem die Büh­ne steht, kön­nen wir unse­re Tore wie­der für Ver­an­stal­tun­gen öff­nen, wel­che bei uns grund­sätz­lich ohne Ein­tritt sind. Wir finan­zie­ren unse­re Events aus­schließ­lich durch Spen­den und den Geträn­ke­ver­kauf. Die­ses Jahr began­nen wir mit unse­rem jähr­lich statt­fin­den Fes­ti­val „Punk-A-Platz Resort Woche«.

Wer Lust hat mal bei uns vor­bei zu schau­en: komm‹ ger­ne rum! Wir freu­en uns immer über Besuch, auch mit Zelt. Anläs­se gibt es in die­sem Jahr noch genug, z.B. die Film­vor­füh­rung von »Pro­jekt A« am 24. Juni. Wer unser vega­nes Essen pro­bie­ren möch­te, ist herz­lich zum Stadt­teil­fest am 22. Juni ein­ge­la­den. Des Wei­te­ren sind noch Vor­trä­ge geplant und ein Grind­core-Kon­zert am 06. August.

Wer sonst ein Anlie­gen hat, kann jeden ers­ten Sonn­tag im Monat um 14.00 Uhr unser Ple­num besu­chen. Falls ihr noch Werk­zeug oder Holz los­wer­den wollt, seid ihr bei uns natür­lich auch an der rich­ti­gen Adres­se. Alles wei­te­re und künf­ti­ge Ter­mi­ne: http://punkaplatz.wordpress.com