Flächenbrand – Syrien, Irak, die Arabische Welt und der Islamische Staat

Der Krieg in Syri­en mit sei­ner Flücht­lings­ka­ta­stro­phe desta­bi­li­siert auch zuneh­mend die Nach­bar­län­der. Die freie Jour­na­lis­tin Karin Leu­ke­feld erläu­tert am 13. Juni in Olden­burg wie und war­um die Regi­on in Flam­men auf­geht, wel­che Aus­wir­kun­gen dies auf die betrof­fe­nen Staa­ten und ihre Gesell­schaf­ten hat und wel­che Per­spek­ti­ven sich abzeich­nen. Grund­la­ge ihres Vor­tra­ges sind ihre jah­re­lan­gen Recher­chen in der Regi­on, die sich auch in ihrem Buch »Flä­chen­brand – Syri­en, Irak, die Ara­bi­sche Welt und der Isla­mi­sche Staat« wider­spie­geln.

Die vom Olden­bur­ger Frie­dens­bünd­nis und der attac Regio­nal­grup­pe Olden­burg orga­ni­sier­te Vor­trags- und Dis­kus­si­ons­ver­an­stal­tung mit Karin Leu­ke­feld fin­det am Mon­tag, den 13.06.2016 um 19.30 Uhr im Vor­trags­saal des PFL, Peter­str. 3 statt. Der Ein­tritt ist kos­ten­los.

Die 1954 gebo­re­ne Karin Leu­ke­feld hat Eth­no­lo­gie, Islam- und Poli­tik­wis­sen­schaf­ten stu­diert und berich­tet seit dem Jahr 2000 als freie Jour­na­lis­tin aus dem Nahen und Mitt­le­ren Osten für Tages- und Wochen­zei­tun­gen sowie den ARD-Hör­funk.

Das Buch »Flä­chen­brand – Syri­en, Irak, die Ara­bi­sche Welt und der Isla­mi­sche Staat« setzt sich mit den Hin­ter­grün­den des Krie­ges in Syri­en aus­ein­an­der und geht dabei auf die Rol­le unter­schied­li­cher Akteu­re inner­halb des Kon­flik­tes ein. Der Papy­Ros­sa Ver­lag schreibt dazu:

Bis vor weni­gen Jah­ren war Syri­en ein auf­stre­ben­des, heu­te ist es ein ver­brann­tes Land. Mil­lio­nen Men­schen haben alles ver­lo­ren, die Gesell­schaft ist tief gespal­ten. Der von außen ange­heiz­te Krieg, die poli­ti­sche Iso­lie­rung und die Sank­tio­nen von USA und EU haben eben­so die auf­blü­hen­de Öko­no­mie zer­stört wie die syri­sche Reform­be­we­gung. Nicht bes­ser sieht es im Irak aus. Gesell­schaft­lich zer­rüt­tet, kon­fes­sio­nell zer­ris­sen, wirt­schaft­lich am Boden, von Ter­ro­ris­mus über­zo­gen, so lau­tet das Ergeb­nis der US-geführ­ten Mili­tär­in­ter­ven­ti­on und Besat­zungs­po­li­tik. Nicht­staat­li­che Akteu­re wie der »Isla­mi­sche Staat« und ande­re Kampf­ver­bän­de bestim­men hier wie in Syri­en das Gesche­hen. Der Krieg mit sei­ner Flücht­lings­ka­ta­stro­phe desta­bi­li­siert aber auch zuneh­mend die Nach­bar­län­der. Das Buch erläu­tert, wie und war­um die Regi­on des »Frucht­ba­ren Halb­mon­des« in Flam­men auf­geht, wel­che Aus­wir­kun­gen dies auf die betrof­fe­nen Staa­ten und ihre Gesell­schaf­ten hat und wel­che Per­spek­ti­ven sich abzeich­nen.

Alp Kay­se­ri­lioğlu, Mit­au­tor des Buches »Kampf um Koba­ne, Kampf um die Zukunft des Nahen Ostens«, hat am 6. Okto­ber 2015 eine aus­führ­li­che Rezep­ti­on ver­fasst, wel­che bei kritisch-lesen.de zu fin­den ist.


Karin Leu­ke­feld:
Flä­chen­brand
Syri­en, Irak, die Ara­bi­sche Welt und der Isla­mi­sche Staat
2., aktua­li­sier­te und erwei­ter­te Auf­la­ge
262 Sei­ten, Papy­Ros­sa Ver­lag, 14,90 EUR
ISBN 978–3‑89438–577‑4

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Rolf Woltersdorf

Als „Tipp des Tages“ kün­dig­te die NWZ die­se Ver­an­stal­tung von Attac und Frie­dens­bünd­nis Olden­burg mit der „Nah-Ost Exper­tin“ Karin Leu­ke­feld an. Wer aller­dings eine halb­wegs seriö­se Dar­stel­lung der Hin­ter­grün­de des Krie­ges in Syri­en erwar­tet hat­te, wur­de ent­täuscht. Die Mehr­heit der Besucher/innen der Ver­an­stal­tung, dar­un­ter bekann­te Mit­glie­der der Lin­ken in Olden­burg, fand ihre Erwar­tun­gen offen­sicht­lich erfüllt. Frau Leu­ke­feld berich­tet als Jour­na­lis­tin, die für das „Neue Deutsch­land“ und die „Jun­ge Welt“ aus Syri­en. Wäh­rend alle ande­ren Agen­tu­ren und Zei­tun­gen beto­nen, dass dort auf­grund von repres­si­ven staat­li­chen Ein­grif­fen in die Pres­se­frei­heit kei­ne freie Bericht­erstat­tung mehr mög­lich ist, kann Frau Leu­ke­feld sich angeb­lich dort… Read more »

Karin Leukefeld

Sehr geehr­ter Herr Wol­ters­dorf,
Sie haben sich viel Mühe gege­ben, mei­nen Vor­trag und mich als Per­son zu dif­fa­mie­ren.
Dabei ver­brei­ten Sie Unwahr­hei­ten und belei­di­gen­de Ein­schät­zun­gen, die mit Fak­ten und mei­ner Bericht­erstat­tung nichts zu tun haben. Ich wei­se das aus­drück­lich zurück. Wenn Sie eine Aus­ein­an­der­set­zung wün­schen, wen­den Sie sich bit­te an mich per­sön­lich oder an die Ver­an­stal­ter des Abends, die Ihnen sicher­lich bekannt sind.
Karin Leu­ke­feld