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Ein Aufrechter ist gegangen

Am 31. Mai ist der Olden­bur­ger Zeit­his­to­ri­ker und Kom­mu­nist Hans-Peter Klausch im Alter von 61 Jah­ren ver­stor­ben. Sein For­schungs­schwer­punkt war die Auf­ar­bei­tung des deut­schen Faschis­mus mit sei­nen per­so­nel­len Kon­ti­nui­tä­ten in der Bun­des­re­pu­blik, der anti­fa­schis­ti­sche Wider­stand in den Kon­zen­tra­ti­ons­la­gern sowie die Geschich­te und Kul­tur des Juden­tums im west­li­chen Nie­der­sach­sen. Die Lis­te der Publi­ka­tio­nen gibt dabei nur einen klei­nen Ein­blick in sei­ne Tätig­keit:

Vor allem mit sei­nen Arbei­ten zur NS-Ver­gan­gen­heit west­deut­scher Land­tags­ab­ge­ord­ne­ter nach 1945 und zu den Straf-/Be­wäh­rungs­ba­tail­lo­nen setz­te das DKP-Mit­glied neue Akzen­te in der zeit­ge­nös­si­schen Geschichts­schrei­bung. Er »hät­te sicher­lich noch viel mehr aus den Untie­fen der Zeit des deut­schen Faschis­mus aus­ge­gra­ben«, stell­te Hans-Hen­ning Adler von der Olden­bur­ger Links­par­tei in einem Nach­ruf [1] wohl zutref­fend her­aus.

Vide­os mit Hans-Peter Klausch sind hier [2] zu fin­den.