1. Oldenburger RadFest ein voller Erfolg

© Roman Eichler

Das letz­te Wochen­en­de stand ganz im Zei­chen selbst­or­ga­ni­sier­ter Fahr­rad-Events, als vom 20. bis zum 22. Mai das 1. Olden­bur­ger Rad­Fest statt­fand. Hin­ter dem Pro­jekt steht eine Grup­pe ver­schie­de­ner Rad-affi­ner Men­schen, die alle­samt vom Gedan­ken und dem Wil­len zusam­men­ge­bracht wur­den, etwas Eige­nes auf­zu­zie­hen und zu zei­gen, wie Rad­kul­tur in der selbst­er­nann­ten Fahr­rad­stadt Olden­burg wirk­lich aus­se­hen kann. Wich­tig waren daher bei allen Ver­an­stal­tun­gen des Rad­Fests das Gemein­sa­me und das Mit­ein­an­der in allen Akti­vi­tä­ten, aber natür­lich auch, dass alle Ver­an­stal­tun­gen für alle Men­schen offen waren.

Den Anfang mach­te am Frei­tag das Alham­bra­krit, des­sen Unter­ti­tel »Der gro­ße Fahr­rad­füh­rer­schein« auch Pro­gramm war: mit mehr als nur einem Augen­zwin­kern wur­den die Teil­neh­men­den hier zurück in die Kind­heit ver­setzt und muss­ten auf ihren Fahr­rä­dern einen Geschick­lich­keits­par­cours absol­vie­ren, der kreuz und quer durchs Alham­bra führ­te und mit Wip­pe, Lan­zen­ste­chen und Sla­lom eini­ges an Auf­ga­ben bereit hielt. Schon der Ankün­di­gungs­text mach­te deut­lich, dass es hier­bei nicht um Leis­tung, son­dern um Spaß gehen soll­te, wenn gezeigt wer­den soll­te, wie »super sicher und geschickt (…) und nicht wie Oma Jans­sen mit ihren 97 Jah­ren« man auf dem Rad war. Nichts­des­to­trotz haben die Teilnehmer*innen aber alles gege­ben und bei eini­gen wur­de sport­li­cher Ehr­geiz geweckt. So oder so hiel­ten am Ende alle eine selbst gestal­te­te Urkun­de in den Hän­den, die sie als Besitzer*in des Gro­ßen Fahr­rad­füh­rer­scheins aus­zeich­net.

Wei­ter ging es am Sams­tag mit dem Kat­zen­streu Alley­cat. Die­se Mischung aus einem Rad­ren­nen und einer Schnit­zel­jagd ist mitt­ler­wei­le nicht nur in Olden­burg eine fes­te Grö­ße, son­dern auch über die Stadt­gren­zen hin­aus bekannt. So befan­den sich unter den über 100 Teil­neh­men­den eini­ge aus Ham­burg, Duis­burg, Lübeck und Göt­tin­gen, aber auch aus Bre­men. Die­ses Mal stand das Alley­cat unter dem Mot­to »Kat­zen­ge­burts­tag«, wes­halb an den Check­points, die über­all in Olden­burg ver­teilt waren, pas­sen­de Auf­ga­ben gelöst und Par­ty­spie­le gespielt wer­den muss­ten. Ganz neben­bei wur­de dabei auch Kat­zen­fut­ter als Geburts­tags­ge­schenk gesam­melt, das in Wahr­heit dem Tier­heim Olden­burg gespen­det wird. Und auch hier­bei gab es eine bun­te Mischung an Teil­neh­men­den, von den Ambi­tio­nier­ten und Ehr­gei­zi­gen auf schnit­ti­gen Rädern bis hin zur lus­ti­gen Trup­pe mit Stadt­rä­dern und einem Drei­rad, ange­tre­ten zum Rät­sel­ra­deln.

Im Anschluss ans Alley­cat gab es für alle Essen auf dem Wagen­platz, um wie­der zu Kräf­ten zu kom­men und die Zeit bis zur Ehrung der Sieger*innen zu über­brü­cken. Für alle, die immer noch nicht genug hat­ten, folg­te ein wett­kämp­fe­ri­sches High­light: eine Serie von Sprint­ren­nen auf der alten Lan­de­bahn. Aber auch für alle Zuschau­en­den ein wah­res Spek­ta­kel, weil die Sprint­ren­nen im Dun­keln abge­hal­ten wur­den, nur beleuch­tet vom Voll­mond, Flut­licht auf der Lan­de­bahn und einer eigens instal­lier­ten Licht­an­la­ge. Sogar ein klei­nes Feu­er­werk gab es zum krö­nen­den Abschluss.

Der Über­gang zum ent­spann­ten Teil des Abends war da flie­ßend: Am gro­ßen Lager­feu­er wur­de viel gere­det und gelacht, wäh­rend die Par­ty ein grö­ße­res Publi­kum anlock­te. Eröff­net wur­de die Par­ty durch einen groß­ar­ti­gen Auf­tritt der Olden­bur­ger Band Fré­ros, die alle sogleich zum Tan­zen brach­te. Wei­ter getanzt wur­de zu Pony Tyler, die mit einer Mischung aus Sprint­ren­nen auf auf­ge­bock­ten Fahr­rä­dern und Mas­sen­ka­rao­ke ein glei­cher­ma­ßen abge­fah­re­nes wie mit­rei­ßen­des Pro­gramm lie­fer­ten. Letzt­end­lich wur­de in die­ser herr­lich som­mer­li­chen Nacht bis weit nach Son­nen­auf­gang zusam­men getanzt und gefei­ert, als DJ Klabus­ter und das DJ Kol­lek­tiv Altes Medi­en­la­bor mit trei­ben­den Beats den Leu­ten die letz­ten Ener­gie-Reser­ven raus­ge­lockt haben.

Den Abschluss des Rad­Fests bil­de­te dann am Sonn­tag das Fixed und Foxi am Hafen­kran an der Wer­ra­stra­ße. Zu dem gemein­sa­men Aus­klang kamen die übri­gen Gäs­te von außer­halb eben­so wie die Oldenburger*innen, von denen eini­ge in bes­ter Sonn­tag­nach­mit­tag-Manier auch ihre Kin­der dabei hat­ten. Die letz­ten Uner­müd­li­chen haben bei zwei Ren­nen noch­mal rich­tig Gas gege­ben und sich gemes­sen, wäh­rend alle bei einem eher auf Geschick­lich­keit aus­ge­leg­ten Mini-Ren­nen mit Las­ten­rä­dern ihr Kön­nen unter Beweis stel­len konn­ten.

Zum Abschluss noch eine Best-of-Foto­stre­cke mit Bil­dern von Roman Eich­ler:
1. Oldenburger RadFest

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Anke W.

Ein­fach Klas­se! Super Event, ganz tol­ler Bericht und wun­der­schö­ne Bil­der! 🙂
Ganz, ganz vie­len Dank!

[…] 1. Olden­bur­ger Rad­Fest ein vol­ler Erfolg (Olden­bur­ger Rund­schau) […]