Nur Fliegen ist schöner

Die fran­zö­si­sche Komö­die »Nur Flie­gen ist schö­ner« von Bru­no Poda­ly­dès fei­ert vom Don­ners­tag, 26. Mai 2016 bis zum Mitt­woch, 15. Juni 2016 im Cine K sei­ne Olden­burg Pre­mie­re. Das Kino in der Kul­tur­eta­ge schreibt dazu:

Der mehr­fa­che César-Preis­trä­ger Bru­no Poda­ly­dès zau­bert mit NUR FLIEGEN IST SCHÖNER eine unwi­der­steh­lich char­man­te Anti-Stress-Komö­die auf die Lein­wand, die som­mer­lich-leicht und gleich­zei­tig tief­grün­dig ist. Der Regis­seur erzählt die Geschich­te von Michel, der aus dem All­tags­trott aus­bricht, um end­lich das Leben wie­der leicht zu neh­men und bei sich selbst zu sein. Er erzählt auch von Lie­be und Lei­den­schaft, von Magie und Muse, und davon, wie Pad­deln die Gedan­ken befreit. Wie­der ein­mal beweist sich Bru­no Poda­ly­dès als wah­rer Spe­zia­list, exzen­tri­sche Men­schen in Auf­bruchs­stim­mung zu por­trä­tie­ren, und berei­chert mit sei­nem neu­es­ten Genie­streich den fran­zö­si­schen Autoren­film.

Auch eine Zusam­men­fas­sung des Films rund um den All­tag von Michel und sei­ne klei­nen Fluch­ten aus eben jenem lie­fert das Cine K:

Michel, in den Fünf­zi­gern, ver­hei­ra­tet, die Kin­der aus dem Haus, Nine-to-Five-Job, steckt in sei­ner täg­li­chen Rou­ti­ne fest. Nach der Arbeit, wenn er auf sein Motor­rad steigt, träumt er von einem ande­ren Leben. Wie ger­ne wür­de er wie sein Held, Luft­post-Pio­nier Jean Mer­moz, in einer Pro­pel­ler­ma­schi­ne durch den Abend­him­mel schwe­ben.

Eines Tages stößt Michel durch Zufall auf das Foto eines Kajaks – und ist begeis­tert von der form­voll­ende­ten Schön­heit und Ele­ganz des Objekts. Es ist Lie­be auf den ers­ten Blick! Ein Klick, und ein Grand Raid 416 zum Selbst­zu­sam­men­bau­en liegt in sei­nem vir­tu­el­len Ein­kaufs­korb. Eini­ge Tage gelingt es Michel, den Kauf vor sei­ner Frau Rachel­le zu ver­heim­li­chen. Vol­ler Hin­ga­be setzt er auf der Dach­ter­ras­se sein Kajak Stück für Stück zusam­men und häuft immer mehr Expe­di­ti­ons­aus­rüs­tung an. Gan­ze Nach­mit­ta­ge ver­bringt er in sei­nem halb­fer­ti­gen Gefährt und träumt sich davon. Schließ­lich ent­deckt Rachel­le das Aus­rüs­tungs­la­ger, setzt den Tro­cken­übun­gen ein Ende und ihren Mann an einem Fluss aus, damit er end­lich in die Gän­ge und aufs Was­ser kommt.

Dass Michels Aus­zeit ihr gemein­sa­mes Leben kom­plett auf den Kopf stel­len könn­te, ahnt Rachel­le. Und wirk­lich: Schon bei sei­ner ers­ten Rast trifft Michel im Aus­flugs­lo­kal der schö­nen Lae­ti­tia auf eine länd­li­che, exzen­tri­sche Bohè­me. Er taucht in eine exo­ti­sche Welt außer­halb von Raum und Zeit, die geprägt ist von Unbe­schwert­heit, Kir­schen, Sinn­lich­keit und eis­ge­kühl­tem Absinth …

Nur Flie­gen ist schö­ner | R.: Bru­no Poda­ly­dès | Frank­reich 2015 | 105 Min.